Wolmirstedt l Im Juli dieses Jahres hatte der Stadtrat die Verwaltung mit der Ausarbeitung dieses Konzeptes beauftragt. Mittlerweile sind reichlich Daten zum derzeitigen Zustand des vorhandenen Netzes gesammelt worden. Der Zwischenbericht zeigt auf, dass es Abstimmungen mit der Landeshauptstadt Magdeburg, dem Landkreis Börde, der Polizei sowie dem Tourismusverband Elbe-Börde-Heide gegeben hat.

Das ist wichtig, da es Anknüpfungs- und Verbindungspunkte zu touristisch genutzten Radwegen gibt. Da wären beispielsweise der Elbe-Radweg, der Aller-Elbe-Radweg, die Zuckerroute und der Schroteradweg aber auch eine alternative Zuwegung zum Jersleber See.

Bürger am Radwegekonzept beteiligen

Der Landkreis Börde hat inzwischen den vom Ortschaftsrat Mose und der Fraktion KWG-WWP-FDP-FUWG vorgeschlagenen Radweg von Mose nach Farsleben in das Radwegekonzept des Landkreises aufgenommen. Eingereicht hatte diesen Antrag die Wolmirstedter Stadtverwaltung. Die Nachricht über diesen wichtigen Schritt hat Bürgermeisterin Marlies Cassuhn (parteilos) bei der zurückliegenden Stadtratssitzung ebenfalls verkündet. Sie machte aber noch auf einen weiteren Punkt aufmerksam. „Es ist die Zeit gekommen, die Bürger am Radwegekonzept der Stadt zu beteiligen“, sagte sie. „Das geschieht über eine Online-Befragung.“

Dazu hat die Verwaltung einen Fragebogen auf ihrer Internetseite freigeschaltet. „Dieser Weg wurde gewählt, um eine öffentliche Beteiligung auch in der derzeitigen Pandemiesituation zu ermöglichen. Gern hätten wir einen gemeinsamen und umfangreichen Workshop zum Rad- und Gehwegkonzept der Stadt Wolmirstedt durchgeführt“, äußerte sich die Bürgermeisterin. „Wir bitten die Einwohner, regen Gebrauch von dieser Möglichkeit zu machen.“ Die Ergebnisse sollen ausgewertet werden und in das fertige Konzept einfließen.

Umfangreicher Fragebogen steht online

„Dieser Weg wurde gewählt, um eine öffentliche Beteiligung auch in der derzeitigen Pandemiesituation zu ermöglichen. Gern hätten wir einen gemeinsamen und umfangreichen Workshop zum Rad- und Gehwegkonzept der Stadt Wolmirstedt durchgeführt.“ - Marlies Cassuhn, Bürgermeisterin.

Der Fragebogen ist recht umfangreich gestaltet und besitzt fünf Blöcke, die noch einmal gesondert unterteilt sind. „Somit wird eine sehr spezifische Auswertung möglich“, betont die Bürgermeisterin. Zusätzliche Ausführungen sind dem jeweiligen Teilnehmer der Umfrage auch möglich. Die Stadt erhofft sich davon eine aktuelle Zustandsbeschreibung durch die Radfahrer, denn die Fragen zielen in der Mehrzahl auf das sehr persönliche Erlebnis einer Radtour durch die Stadt ab.

Hoffnung auf viele Rückmeldungen

Auch Moses Ortsbürgermeister, Marco Röhrmann (KWG Börde), hofft auf viele Rückmeldungen durch die Bürger. „Für unser Vorhaben ist die Aufnahme in das Radwegekonzept des Landkreises natürlich schon einmal ein kleiner Schritt“, sagte er. „Ich hoffe zudem auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Kreis und Stadt bei der weiteren Umsetzung.“ Es sei positiv zu werten, dass erkannt worden sei, wie wichtig gerade in Corona-Zeiten die Notwendigkeit eines Radwegenetzes im ländlichen Raum ist. Auch die Entlastung der Umwelt durch die Verlagerung des Verkehrs auf den Drahtesel sei nicht zu verachten. „Eine rege Beteiligung der Bürger bei der weiteren Gestaltung des Konzeptes der Stadt würde das noch einmal unterstreichen“, sagte er.

Der Fragebogen findet sich unter: www.stadtwolmirstedt.de/aktuelles