Stadion

Zwei Fußballfelder für das neue Stadion in Wolmirstedt

Fußballer und Leichtathleten sollen mit dem Neubau des Stadions beste Bedingungen bekommen

Von Gudrun Billowie
Dort, wo gerade der Raps blüht, kann bald ein neues Stadion stehen. Wenn die Stadt die Grundstücke bekommt.
Dort, wo gerade der Raps blüht, kann bald ein neues Stadion stehen. Wenn die Stadt die Grundstücke bekommt. Foto: Gudrun Billowie

Wolmirstedt - Gudrun Billowie

Lange wurde um das neue Stadion gerungen, inzwischen wurden dem Bauausschuss erste Pläne vorgestellt. Demnach können mit dem Neubau wieder niveauvolle Wettkämpfe in Wolmirstedt ausgetragen werden.Im Küchenhorn-Stadion trainieren vor allem Fußballer und Leichtathleten. Auch im neuen Stadion sollen vor allem diese Sportarten beste Bedingungen vorfinden. Die Pläne dazu hat Architekt Wolfram Westhus im jüngsten Bauausschuss vorgestellt.

Demnach finden die Fußballer im Zentrum des neuen Stadions ein Großspielfeld mit Naturrasen vor. Um dieses Fußballfeld herum windet sich eine 400-Meter Laufbahn mit sechs Bahnen, angrenzend kann Leichtathletik ausgeübt werden (Siehe Grafik). Das große Feld ist von einer Tribüne flankiert, auf der 300 Besucher Platz finden.

Unterhalb dieser Tribüne werden sogenannte Funktionsgebäude angelegt, sechs Mannschaften finden dort Platz zum Umziehen oder Verweilen. Ein zweites Fußballfeld ist im Norden geplant, dort kann auf Kunstrasen gekickt werden.

Im Osten soll das neue Stadion an die Kleingartenanlage grenzen. Doch Stadionbetrieb und Kleingartenwesen passen nur dann zusammen, wenn es keine allzu große Lärmbelästigung gibt. Kein Kleingärtner möchte einem Stadionsprecher oder lauten Zurufen lauschen. Deshalb zeigt der Plan zwischen dem Stadion und der Kleingartenanlage über die gesamte Länge hinweg eine vier Meter hohe Lärmschutzwand.

Im westlichen Bereich sind Parkplätze geplant, von 90 Pkw-Stellplätzen sollen zehn behindertengerecht sein.

Noch befindet sich auf der Fläche des künftigen Stadions ein Rapsfeld, außerdem eine Streuobstwiese. Grund und Boden liegen nicht in kommunaler Hand, deshalb muss die Stadt die Grundstücke erwerben. Dafür sind 198000 Euro vorgesehen.

Fast eine halbe Million Euro wird nach ersten Schätzungen benötigt, um das Gelände stadiontauglich herzurichten. Bäume müssen gerodet werden, ein großes Problem stellt auch die Abschüssigkeit des Geländes dar. Gut sieben Meter Höhenunterschied müssen ausgeglichen werden. Weitere rund 218000 Euro sind für die Erschließung geplant. Die Lärmschutzwand schlägt mit 386000 Euro zu Buche, die Tribüne samt Überdachung mit 522000 Euro. Noch gelten diese Zahlen als Kostenschätzung.

Insgesamt wird mit einer Bausumme von 6,4 Millionen Euro gerechnet. Läuft alles nach Plan, wird sich das Innen- und Sportministerium mit 1,18 Millionen Euro aus dem Sportstättenbauprogramm beteiligen. Weitere Fördermittel in Höhe von 4,2 Millionen Euro sollen über mehrere Jahre aus dem Programm fließen, das über das Verkehrsministerium für den Städtebau bereitgestellt wird. Damit würden am Ende aus dem Wolmirstedter Haushalt knapp eine Million Euro benötigt.