Güterglück l Reisig und Laub bilden die unterste Schicht im Hochbeet. Für die Mädchen und Jungen der Güterglücker Kita „Glückskinder“ war es kürzlich eine große Freude, für diese Füllung zu sorgen. Da wurden Stöckchen gesammelt und Blätter zusammengeharkt. Mit dem Tretauto wurde das Material angefahren. Mit Schubkarren zogen die Knirpse übers Gelände.

Drei Hochbeete gibt es jetzt in der Naturecke bei den Glückskindern, da wo die Blumenwiese am Zaun entlang im Frühjahr schon angelegt wurde. Die Idee für die Hochbeete hatte Erzieherin Michelle Peulecke. Sie besuchte ein Seminar im Umweltzentrum Ronney. Eigentlich, um sich zu Hause so etwas anzulegen. Aber das wäre doch auch etwas für die Kita, fand sie. Im Umweltzentrum wurde ihr Unterstützung für das Projekt zugesagt.

Wie versprochen, kam Birgit Jacobsen in die Kita, um die Arbeiten anzuleiten und natürlich auch mit zuzupacken. Als die Kinder die Blätterschicht ein wenig eingestampft hatten, wurde junge Komposterde aufgefüllt. Hausmeister Siegfried Hasse füllte die Schubkarren der Kinder. Als oberste Schicht kam schließlich noch gute Muttererde drauf, und fertig waren die Hochbeete. Nach ein paar Tagen sollte sich alles gesetzt haben.

Kräuter für Tee pflanzen

Ein Früchtebeet, ein Gemüsebeet mit Kohlrabi, Tomaten, Radieschen und ein Kräuterbeet sollen bepflanzt werden, so die Vorstellungen von Kita-Leiterin Susanne Thiele. Die Erdbeerpflanzen könnten noch in dieser Woche in die Erde, und auch Radieschen könnten noch ausgesät werden. Mit Kräuterpflanzen will Birgit Jacobsen die Glückskinder versorgen. Pfefferminze, Melisse, Anis würden sich gut zum Teekochen eignen, den die Kinder dann zum Frühstück trinken können.

Dass die Glückskinder selber pflanzen, pflegen und ernten, gehört zur „Bildung elementar“ in der Kita, deren Träger das Albert-Schweitzer-Familienwerk ist. Wie auch alles andere, was in diesem Jahr schon geschaffen wurde in der Einrichtung. Die Hochbeete bildeten quasi den Abschluss der diesjährigen Umgestaltung des Außengeländes.

Viel geschaffen wurde bei dem Arbeitseinsatz mit den Eltern im Mai. „Noch nie halfen so viele Eltern mit“, erinnerte sich Susanne Thiele.

Dank an alle Unterstützer

Da entstand eine Matschküche, die Blumenwiese wurde angelegt, Tippis wurden aus Zweigen gebaut, eine Rückzugsmöglichkeit für die Kleinen geschaffen und noch einiges mehr. Den Eltern, Großeltern, Freunden und Betrieben, die die Einrichtung mit Ideen, Materialien und anderen Sponsorenleistungen unterstützt haben, kann Susanne Thiele gar nicht genug danken. Neue Ideen gehen den Erziehern derweil schon im Kopf herum: Eine Bewegungsbaustelle, ein Barfusspfad… Und vielleicht kann schon bald die Nestschaukeln angeschafft werden, für die bereits fleißig gesammelt wird.