Walternienburg l Wer jetzt aus Richtung Flötz kommend in Walternienburg ins Dorf fährt, wird seit dem vergangenen Wochenende von Ochs und Esel begrüßt. Gleich an der Brücke am Ortseingang sitzen der Esel Rhani und sein Freund der Ochse im Gras. Auf dem Weg nach Bethlehem ist der Esel mit seinem Herrn Josef und seiner Frau Maria. So beginnt die Geschichte. Der Ochse hingegen soll schon auf deren Ende hinweisen, auf die Tiere im Stall bei Bethlehem, wo das Jesuskind geboren wird…

Die Walternienburger wollen die Geschichte erzählen. Das war so eine Idee, die im Ort gefruchtet hat. An verschiedenen Stellen des Ortes soll je ein Teil der Weihnachtsgeschichte mit selbst gebauten Figuren dargestellt werden. An jedem Adventswochenende bis zum Fest wird eine Szene entstehen. Die erste baute Ortsbürgermeister Jörg Hausmann mit Sandy und Fabian Groh auf. Matthias Kreuseler hat die Figuren nach Schablonen ausgesägt.

Lösungsworte auf Mitmachzettel

Alle Figuren werden von unterschiedlichen Personen oder Familien einzeln gestaltet. Die Gestaltung von Ochs und Esel hatte Sandy Groh, die sich in Walternienburg um die Belebung der Arche, soweit es die Pandemie zulässt, kümmert, und mit der Brotbackkirche unterwegs ist, übernommen. Und die Theologin kann natürlich auch die Szenen inhaltlich begleiten.

Bilder

Ein Pfahl mit einer Beschreibung zur Station und mit einer Box für Mitmachzettel wurde den beiden Tieren zur Seite gestellt. Nicht nur zur Geschichte gibt es hier Erläuterungen. Es gibt auch eine Aufgabe und entsprechende Lösungsworte. Die Mitmachzettel sind als Laufzettel gedacht, wo am Ende alle Lösungsworte aller Stationen eingetragen sein müssen. Das nächste Lösungswort wird also am bevorstehenden Wochenende an der nächsten Station zu finden sein. Ganz fortschrittlich kann an den Stationen übrigens auch der QR-Code genutzt werden.

Fünf Stellen im Dorf

Dezentral ist das Ganze angelegt – fünf Szenen an fünf auseinander liegenden Stellen im Dorf. Unter dem Motto „Advent an der frischen Luft“ sollen die Walternienburger und Gäste durch das Dorf spazieren gehen und Stück für Stück die Weihnachtsgeschichte entdecken.

Waren in der vergangenen Woche noch Mitstreiter gesucht, die Figuren übernehmen sollten, war die Resonanz nach dem Aufruf so groß, dass noch zusätzliche Figuren geschaffen wurden. „Auch die Kita und die Schule machen mit“, freute sich Sandy Groh. Alle Objekte wurden verteilt und es wird immer eine Überraschung sein, wie kreativ die Leute sind.

Mehr Figuren wegen großer Nachfrage

Fünf Stationen umfasst die ganze Aktion, am Heiligabend wird die letzte Szene stehen. Wer dann alle Lösungsworte auf seinem Mitmachzettel zusammen hat, kann diesen zwischen Heiligabend und Silvester beim Kind an der Krippe einwerfen. Unter allen Teilnehmern soll am Beginn des neuen Jahres eine Dreikönigstorte als Preis verlost werden.