Zerbst/Köthen l Seit Beginn des Ausbildungsjahres haben die Betriebe und Einrichtungen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld 731 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind über 2 Prozent mehr als 2018. Im Gegenzug meldeten sich rund 500 Jugendliche, die auf der Suche nach einer Ausbildung sind. Das sind rund 18 Prozent weniger als 2018. Rein rechnerisch steht damit in 2019 für jeden Bewerber mehr als eine Ausbildungsstelle zur Verfügung. Das teilt die Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg in einer Pressemitteilung mit.

Gute Chancen

Bisher habe fast die Hälfte der gemeldeten Bewerber entweder einen Ausbildungsplatz oder eine andere Ausbildungsalternative gefunden. Aktuell suchen noch 265 Jugendliche eine Ausbildungsstelle. Sie haben in der Region Anhalt-Bitterfeld gute Chancen, denn hier sind noch mehr als 400 Ausbildungsstellen unbesetzt, das heißt, hier warten die regionalen Unternehmen auf ihre Fachkräfte der Zukunft, so die Agentur für Arbeit in ihrer Mitteilung.

Vor allem in den Ausbildungsberufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Fachkraft - Lagerlogistik und Verkäufer/- in haben Nachwuchskräfte gute Erfolgsaussichten auf einen Ausbildungsbeginn, konstatiert die Arbeitsagentur.

„Die Sommerferien stehen vor der Tür und noch immer hat nicht jeder Schulabgänger seinen Ausbildungsstart unter Dach und Fach. Die Berufsberatung ist für alle die, die jetzt noch suchen der 1. Anlaufpunkt. Wir haben im Agenturbezirk Dessau-Roßlau-Wittenberg noch mehr als 1000 freie Ausbildungsplätze. Auch Abiturienten, die bisher vielleicht mit einem Studienplatz geliebäugelt haben, können sich noch für eine Ausbildung oder ein duales Studium bei uns melden“, so der Rat von Carina Knie- Nürnberg, Chefin der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Und so seien auch Ausbildungsstellen in benachbarten Landkreisen für Schüler aus Anhalt-Bitterfeld eine Option. Seit Beginn des Ausbildungsjahres haben die Betriebe und Einrichtungen in Dessau-Roßlau 413 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind rund 10 Prozent mehr als im letzten Jahr. Im Gegenzug meldeten sich in Dessau-Roßlau rund 300 Jugendliche, die auf der Suche nach einer Ausbildung sind. Das sind rund 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Rein rechnerisch stehe damit in diesem Jahr auch dort für jeden Bewerber mehr als eine Ausbildungsstelle zur Verfügung.