Zerbst l Die Bauarbeiten für das Hospiz in Zerbst haben begonnen. Am Breitestein, unweit der Stadtmauer, ist das Fundament schon ausgehoben, Radlader fahren Sand hin und her, Bauarbeiter verdichten den Untergrund. Rund 1,4 Milionen Euro fließen in den Bau, der ein stationäres Hospiz und Räume für die ambulante Palliativversorgung beherbergen soll.

Trauerarbeit

Das neue Hospiz in Zerbst wird acht Einzelzimmer und acht Hospizbetten beherbergen. Zudem sind ein Gästezimmer, Räume für Besucher und für die Trauerarbeit vorgesehen, sowie Räume für die Koordination der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung und den ambulanten Hospizdienst. Rund die Hälfte ihrer Zeit werden die Mitarbeiter für die Arbeit mit den Angehörigen verwenden, erklärte Dr. Anja Schneider, Geschäftsführerin der Anhaltischen Palliativgesellschaft, welche das Hospiz errichtet und betreiben wird.

„Wir rechnen bei einer Acht-Betten-Belegung in Zerbst damit, dass wir im Jahr etwa 100 Patienten hier haben. Dazu kommen etwa 200 bis 400 Angehörige“, so Dr. Anja Schneider.

Ambulante Versorgung

Die sogenannte spezialisierte Ambulante Versorgung übernimmt die Anhaltische Hospiz- und Palliativgesellschaft, den ambulanten Hospizdienst der Malteser Hilfsdienst.

Die Dessauer Architektin Anne Sommer hat das Gebäude entworfen. „Der Standort für unser Hospiz hier in Zerbst ist toll“, sagte Dr. Anja Schneider und weist auf die Besonderheiten hin. „Das Hospiz befindet sich mitten in der Stadt, es ist eingebunden in das Leben“ , erläuterte ssie.

Hospiz sei kein Gebäude sondern eine Grundhaltung, fügte sie an. 2017 soll der Bau fertig sein.