Zerbst l „Es ist schön, dass diesmal auch ein paar Männer hier sind. Im Jahr zuvor waren nur Frauen da“, sagt Stadtbibliotheksleiterin Martina Linke im Garten der Zerbster Bibliothek, wo die zweite Pflanzentauschbörse am Montagnachmittag stattgefunden hat.

Schon rund eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn, der für 16 Uhr angesetzt war, sind die ersten Hobbygärtner und Pflanzenfreunde angerückt, so die Bibliotheksleiterin. Interessiert tauschen sich die Besucher untereinander aus, fachsimpeln über die korrekte Pflege der verschiedenen Pflanzen und geben sich Tipps für das Wirtschaften im heimischen Garten. Unter ihnen sind auch Gerda und Karl Wegmann. Das Zerbster Ehepaar hat natürlich auch Pflanzen im Gepäck. „Wir haben Spinnenblumen mitgebracht. Davon haben wir so viele zuhause stehen, dass wir die gerne abgeben“, sagt Karl Wegmann.

Filigrane Blüten

Die Pflanze wird etwa hüfthoch und entwickelt sehr filigrane Blüten, die so zart sind, dass sie schon ein wenig an Spinnenbeine erinnern. Daher auch der Name „Spinnenblume“, erklärt Wegmann, der schon seit der Kindheit gerne gärtnert und auch im Umweltzentrum Ronney als Umweltschutztechniker tätig war.

Selbst Pflanzen von der Tauschbörse mitnehmen, will das Ehepaar Wegmann allerdings nicht. „Im Garten ist kein Stückchen Erde frei, wo ich noch was pflanzen könnte“, sagt Klaus Wegmann. Seine Frau ergänzt: „Eigentlich hat das ganze Jahr irgendetwas bei uns gerade Saison und kommt hoch.“

Pflanzen ausgetauscht

Doch nicht nur Spinnenblumen, sondern auch Gewächse wie Frauenmantel, Blauschwingel, Paprika Medusa, Anis-Ysop oder Woll-Ziest finden sich auf der Pflanzentauschbörse der Stadtbibliothek und wechseln den Besitzer.