Gesundes direkt aus dem eigenen kleinen Garten

Deetzer Kindertagesstätte „Regenbogen“ kann mit ihren neuen Hochbeeten eigenes Gemüse anbauen

Von Petra Wiese
Die jungen Pflanzen müssen regelmäßig gegossen werden. Dafür haben die Steppkes auch einen Satz Gießkannen bekommen. Fotos: Petra Wiese

Deetz

„Gemüsebeete für Kids“ heißt die Aktion der Edeka-Stiftung, bei der die Deetzer Kita mitmacht. Im vergangenen Jahr hatte Kita-Leiterin Christina Bergfeld die Einrichtung angemeldet. Sie hatte darüber im Internet gelesen und fand, dass das eine gute Sache sein würde. Nun war es soweit, dass Isolde Schmidt und Conny Schröder im Auftrag der Stiftung zur Anpflanzaktion in der Einrichtung auftauchten. Mit dabei auch Andrea Barth, die das Ganze für das E-Center Becker in Zerbst, das als Pate der Aktion auftritt, begleitete.

Schnell war das Hochbeet aufgebaut und mit Erde befüllt. 23 mal 35 Liter Pflanzerde wurden eingefüllt. Dann waren die Kinder gefragt. Die neun Mädchen und Jungen, die im Sommer zur Schule kommen werden, durften sich die Schürzen anlegen. Kohlrabi und zwei Sorten Salat- und Rotkohlpflanzen mussten eingesetzt werden. Isolde Schmidt und Conny Schröder zeigten den Steppkes, wie es geht. Am Ende wurden auch noch ein paar Reihen gezogen, wo Möhrchen  und Radieschen ausgesät wurden. Schließlich wurden kleine Gießkännchen an die Knirpse verteilt, um die jungen Pflanzen mit Wasser zu versorgen. 

Andrea Barth hatte dann noch einen Korb mitgebracht mit frischem Gemüse für die Einrichtung. Die Kinder kannten sehr wohl die Sorten, die sie dabei hatte. Auch bei den Pflanzen hatten die Deetzer Kinder bewiesen, dass sie auf dem Land aufwachsen und auch zu Hause im Garten manchmal helfen. Bei Stadtkindern ist das oft so, dass sie die Pflanzen gar nicht einordnen können. 

Zusehen wie die Pflanzen wachsen

Nun heißt es für die Deetzer Kinder, sich weiter um die Pflanzen in ihrem neuen Hochbeet zu kümmern. Die Kinder können also verfolgen, wie die Pflanzen wachsen und wie sich das Gemüse verändert, und was man alles tun muss, bis es geerntet werden kann. Zum Thema hat die Einrichtung auch noch ein paar Bücher für die Kinder im Rahmen der Aktion erhalten. Und auch im kommenden Jahr wird das Beet noch einmal bestückt. 

Hintergrund des Projekts ist die zunehmende Übergewichtigkeit und ungesunde Lebensweise bei Kindern. So will man mit dem Projekt „Gemüsebeete für Kids“  den Jüngsten knackiges Gemüse und gesunde Lebensmittel schmackhaft machen. Die Kinder lernen, wo und wie Gemüse wächst und wie viel Pflege es benötigt, bis aus einem kleinen Samen eine große Frucht wird. Die Kinder gärtnern selbst und übernehmen Verantwortung. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, um die Ernährungskompetenz der Kinder nachhaltig zu stärken. 

Auf dem Gelände der Deetzer Einrichtung haben die Kinder noch weitere kleine Hochbeete. Die gab es im vergangenen Jahr von den Abschlusskindern. Da wachsen verschiedene Kräuter, die für Kräuterquark verwendet werden. Mit frischer Minze wird das Wasser zum Trinken verfeinert. Auch Erdbeeren gibt es zum Naschen, und die Steppkes können Kartoffeln wachsen sehen. " In diesem Jahr dreht sich bei uns alles um die Natur“, erläuterte Christina Bergfeld. Und die Kinder sind begeistert bei der Sache.

In das neue Hochbeet setzten die Kita-Kinder die jungen Gemüsepflanzen.
Foto: Petra Wiese
Andrea Barth hatte den Kindern schon fertiges Gemüse mitgebracht.
Foto: Petra Wiese