Zerbst l Am Mittwoch gegen 17.40 Uhr rückte die Zerbster Feuerwehr zum inzwischen dritten Mal in Richtung Kiesgrube aus. Hier brannten erneut Schilf, Buschwerk und Bäume. Durch etwa 300 Quadratmeter des Uferbereiches fraßen sich die Flammen.

Bereits tote Tiere gefunden

An einen Zufall glaubt hier niemand mehr. „Das ist jetzt der dritte Einsatz innerhalb weniger Tage an fast immer der selben Stelle, dass ist mindestens ein Zufall zu viel“, sagt Ortswehrleiter Steffen Schneider. „Etwa 90 Minuten haben wir gebraucht, bis das Feuer und die Glutnester endgültig gelöscht waren“, schildert der Ortswehrleiter. Insgesamt 18 Kameraden seien am Einsatz beteiligt gewesen.

Die Brände halten nicht nur die Feuerwehren in Atem, sie sind auch eine Gefahr für die zahlreichen Schwäne, Wildgänse, Enten, Echsen und Schlangen, die sich an der Kiesgrube niedergelassen haben. Einige tote Tiere haben die Kameraden an den Brandorten bereits gefunden.

900 Quadratmeter betroffen

Inzwischen zieht sich ein langer, breiter schwarzer Gürtel verbrannter Vegetation am Ufer der Zerbster Kiesgrube entlang. Bereits am 12. April und am 30. März rückten die Einsatzkräfte in Richtung Kiesgrube aus. Am 12. April waren gar drei Ortswehren im Einsatz. Bei dem bisher größten Feuer standen 500 Quadratmeter Schilf und Buschwerk in Flammen. Insgesamt etwa 900 Quadratmeter Fläche sind den Bränden bislang zum Opfer gefallen.

Die derzeit anhaltende Trockenheit erhöht die Gefahr von Wald- und Ödlandbränden. Aus diesem Grund haben die Behörden alle Osterfeuer in der Einheitsgemeinde verboten.