Zerbst l Die 15. Internationalen Fasch-Festtage nutzte die Internationale Fasch-Gesellschaft zur Mitgliederversammlung. Zum Verein zählen 141 Mitglieder aus dem In- und Ausland, außerdem Ehrenmitglieder und Institutionen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 verfolgt der Verein das Ziel, das Leben und Wirken des Zerbster Hofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch (1688–1758) und auch das seines Sohnes Carl Friedrich Christian Fasch (1736–1800) zu erforschen, ihre Musik populär zu machen und vergessene Werke wieder zum Klingen zu bringen.

Viele kleine Aktionen

Neben den großen Festtagen, die alle zwei Jahre mit vielen Konzerten und einer wissenschaftlichen Konferenz stattfinden, sind es im Zerbster Raum viele kleinere Veranstaltungen der Gesellschaft, die auf den Komponisten hinweisen und damit auch die Zerbster mit ihrer musikalischen Geschichte vertraut machen wollen. Geschäftsführerin Inge Werner verwies auf die Veranstaltungen im Rahmen der traditionellen Zerbster Kulturfesttage oder auch das Prinzessinnenfest im Zerbster Schlossgarten.

Präsident Bert Siegmund nutzte die Gelegenheit, sich bei allen mitwirkenden Vereinsmitgliedern und dem Präsidium für ihre ehrenamtliche Arbeit zu bedanken. Der anwesende Bürgermeister Andreas Dittmann nahm den Anlass wahr, um all denen zu danken, „die den Namen Fasch hoch halten“ und verwies auf die enge Zusammenarbeit zwischen der Fasch-Gesellschaft und der Stadt Zerbst. Die könne er auch zukünftig zusichern.

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Neues Präsidium

Neben einem Rückblick auf die bisher geleistete Arbeit stand die Wahl des neuen Präsidiums auf der Tagesordnung. Zukünftig vertreten Bert Siegmund (Präsident), Jens Lorenz und Antje Deicke (Vizepräsidenten), Christiane Müller (Schatzmeisterin), Sabine Fahle (Schriftführerin), Dr. Jens Arndt, Heiner Donath, Prof. Dr. Barbara M. Reul und Dr. Maik Richter (Beisitzer) die Internationale Faschgesellschaft.

Ihre Aufgabe wird nicht nur die Planung der zukünftigen Fasch-Festtage sein, sondern auch darüber nachzudenken, mit welchem Konzept man ein noch breiteres und vor allem auch jüngeres Publikum ansprechen könne. Bei den vergangenen Fasch-Festtagen sei das bereits mit dem Abschlusskonzert „Fasch meets Jazz“ mit Christoph Reuter und den Schülerkonzerten gelungen, meinte Bert Siegmund.

Programm in Berlin

Auch müsse man neue Wege finden, um auf Fasch aufmerksam zu machen. Einen gab es bereits: So hatten Bert Siegmund, Jens Lorenz und Andreas Dittmann gemeinsam das Programm der aktuellen Auflage der Fasch-Festtage erstmalig in der Landesvertretung in Berlin, um die Stadt Zerbst, die Fasch-Festtage und natürlich auch die Fasch-Preisträgerin Anne Schuhmann vorzustellen.

Ein ganz besonderes Dankeschön für ihre bisher geleistete Arbeit erhielt Dr. Inge Werner. Für ihre langjährige Arbeit als Geschäftsführerin wurde sie zum Ehrenmitglied der Faschgesellschaft ernannt. Karin Spott und Karin Crain sind nach vielen Jahren unermüdlicher Arbeit aus dem Präsidium ausgeschieden. Ihnen dankte Bert Siegmund noch vor Beginn des Abschlusskonzertes der diesjährigen Fasch-Festtage in der Zerbster Stadthalle mit einem verdienten Applaus des Publikums.