Lindau l Am Montag gegen 21.30 Uhr wurden gleich mehrere Ortsfeuerwehren der Einheitsgemeinde zu einem Feldbrand zwischen Quast und Lietzo gerufen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen schätzungsweise zehn Hektar Getreide, beziehungsweise Stoppelreste, in Flammen.

„Ausgerückt waren die Wehren Lindau, Deetz-Badewitz, Zernitz-Strinum und Buhlendorf“, sagt Fritz Maschke, Ortswehrleiter in Lindau und Einsatzleiter. Auf dem Feld hätten zu dieser Zeit Mäharbeiten stattgefunden. „Vermutlich hat ein Mähdrescher den Brand auf dem Feld ausgelöst“, so der Einsatzleiter.

Staubtrockene Vegetation

Die Vegetation sei staubtrocken, daran hätten auch die paar Tropfen Regen in den vergangenen Tagen nichts geändert. Es sei damit zu rechnen, dass Ödland-, Flächen-, Feld und Waldbrände wieder zunehmen.

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„Die Wetteraussichten für die nächsten Tage verheißen nichts Gutes. Temperaturen weit über die 30 Grad Marke, brennende Sonne und fehlende Niederschläge werden die Lage eher wieder verschärfen“, befürchtet Maschke.

Tanklöschfahrzeuge im Einsatz

Mehrere Tanklöschfahrzeuge der verschiedenen Ortswehren sorgten für die Wasserversorgung. „Wir haben dann noch die Wehren aus Isterbies und Loburg aus dem Nachbarkreis Jerichower Land nachalarmiert, die wegen ihrer räumlichen Nähe auch schnell an der Einsatzstelle waren“, schildert Maschke die Situation.

Unterstützung haben die Einsatzkräfte auch von der Agrico Lindau erhalten. Die Mitarbeiter haben mittels Scheibenegge die Erde umgeworfen, um so eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern und um dem Feuer den Nährboden zu entziehen.

Gute Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte aus den verschiedenen Ortswehren sowie den Mitarbeitern der Agrico hat hervorragend geklappt“, hebt der Einsatzleiter hervor. Nach rund eineinhalb Stunden sei der Einsatz beendet gewesen. „Gegen 23 Uhr konnten wir dann wieder abrücken“, so Maschke.

An der brenzligen Situation wird sich auch in den nächsten Tagen nichts ändern. Der Lindauer Ortswehrleiter befürchtet, dass die Brände eher noch zunehmen werden. Nennenswerter Regen sei nicht in Sicht. Das heißt: Absolute Vorsicht“ Kein offenes Feuer auf Feldern und in den Wälder und vor allem auch keine glimmenden Zigarettenkippen achtlos wegwerfen. „Temperaturen von mehr als 35 Grad Celsius und fehlender Niederschlag – da braucht es nur noch den sprichwörtlichen Funken, um Wälder, Felder und Ödland in ein flammendes Inferno zu verwandeln“, warnt Maschke.

Einsatzkräfte am Limit

Schon der Sommer im vergangenen Jahr hatte es in sich. Hitze und vor allem die wochenlange Dürre zwischen Mai und September machten nicht nur den Landwirten und Kleingärtnern zu schaffen. Auch die Feuerwehren der Einheitsgemeinde sind immer wieder an ihre Grenzen gestoßen – agierten nicht selten am Limit.