Zerbst | Mit Arbeitshandschuhen und Mülltüten ausgestattet haben 13 Schüler der Ciervisti-Sekundarschule das Umfeld der Zerbster Schwimmhalle aufgeräumt. Im Rahmen des neun-tägigen Ferienprojektes „Holidays for Future“, das von den Schulsozialarbeitern Stephanie Daul und Norbert Krampitz erarbeitet wurde, setzen sich die Jungen und Mädchen für eine saubere Umwelt ein und setzen sich mit ökologischen Themen auseinander. So landen am Dienstagvormittag unzählige Zigarettenkippen, Kronkorken, Scherben sowie Verpackungsmüll und weiterer Unrat in den Müllsäcken.

„Ich finde, viel mehr Leute in der Stadt müssten solche Aktionen machen“, sagt Ciervisti-Schüler Chris Reinhardt. Beim Achtklässler Sascha Kegel klingt Kritik gegenüber den „älteren Generationen“ heraus. Er sagt: „Die Generationen vor uns haben die Welt verdreckt. Eine Welt, in der wir noch leben wollen.“ Chris Reinhardt ergänzt: „Wir werden es besser machen.“

Interview mit Bürgermeister

Vor dem Arbeitseinsatz haben Schüler und Schulsozialarbeiter übrigens dem Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) einen Besuch abgestattet. Im Gepäck hatten sie ein paar Fragen an das Stadtoberhaupt. „Wie setzt er sich denn persönlich für die Umwelt ein?“, wollten die Schüler zum Beispiel wissen. Er kaufe bewusst ein, um folglich so wenig wie möglich wegschmeißen zu müssen, bilde Fahrgemeinschaften und versuche Strom zu sparen, erklärte Dittmann den Schülern. Diese legten nach und fragten, was die Stadt Zerbst in Sachen Klima- und Umweltschutz unternehme. Da verwies das Stadtoberhaupt unter anderem auf die Straßenlaternen der Stadt, die mit einer energiesparenden Dimmfunktion versehen sind.

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Auf die Frage, ob es besser sei, alte Häuser zu sanieren statt neue zu bauen, antwortete Dittmann diplomatisch. Man müsse einen Mittelweg finden und sowohl ältere Gebäude modernisieren und instand halten, als auch neue Objekte errichten.

Ökologischer Fußabdruck

Neben dem Bürgermeister-Interview und dem Müllsammel-Einsatz haben die Schüler bei „Holidys for Future“ aber noch mehr erlebt. „Wir waren mit den Schülern auch im Umweltzentrum Ronney und haben uns dort die Solaranlage angeschaut und erklären lassen“, sagt Schulsozialarbeiter Norbert Krampitz. Darüber hinaus haben die Schüler in der Kreisvolkshochschule recherchiert, was es überhaupt mit dem „ökologischen Fußabdruck“ auf sich hat. Bei all den Projekten zum Umwelt- und Klimaschutz kam aber der Spaß nicht zu kurz: Der eine oder andere Projekttag wurde mit einem Besuch im Freibad abgerundet.