Kritik an schlechtem Fahrbahnzustand

Für eine Sanierung der Straße zwischen Flötz und Güterglück fehlt das Geld

Die Verbindungsstraße zwischen Flötz und Güterglück weist Fahrbahnschäden auf. Nur notwendigste Ausbesserungen finden statt. Mehr kann sich die Stadt Zerbst nicht leisten.

Von Daniela Apel
Fahrbahnschäden prägen die Straße zwischen Güterglück und Flötz, ausgefranst und löchrig ist der Sommerweg, viele der alten Obstbäume sind inzwischen abgestorben.
Fahrbahnschäden prägen die Straße zwischen Güterglück und Flötz, ausgefranst und löchrig ist der Sommerweg, viele der alten Obstbäume sind inzwischen abgestorben. Foto: Daniela Apel

Flötz/Güterglück - Katastrophal sei mittlerweile der Zustand der Verbindungsstraße zwischen Flötz und Güterglück. Das zumindest findet Wilfried Schirmer. Seitens der Stadt werde die Strecke sehr vernachlässigt, übt er Kritik am Lesertelefon der Volksstimme. Er weiß um die angespannte Finanzlage der Kommune. Dennoch fragt sich der Flötzer oft, „ob man uns vergisst hier auf den Dörfern?“.

Gut vier Kilometer ist die mit Asphalt überzogene Straße lang. Ein Verkehrsschild warnt vor Schäden, dennoch ist Tempo 80 erlaubt. Die Fahrbahn ist uneben und immer mal wieder tun sich Löcher auf. Ausgefranst ist der Übergang zum nur geschotterten Seitenstreifen, hier und da wurde der Sommerweg mal mit verschieden farbigen Asphaltklecksen ausgebessert.

Abgestorbene Bäume werden gefällt

„Meine Frau muss dort jeden Tag lang fahren“, sagt Wilfried Schirmer. Andere würden die Strecke beispielsweise nutzen, um ihre Kinder in die Güterglücker Kita zu bringen. Geärgert hat ihn, dass das Gras am Straßenrand lange immer höher wachsen konnte und erst jetzt gemäht wurde. „Da sieht man nicht, wenn einem das Reh ins Auto springt“, sagt er. Die Unfallvermeidung sollte an erster Stelle stehen, findet der Flötzer.

Eine Gefahr könnte ebenfalls von umstürzenden Bäumen oder herabfallenden Ästen ausgehen. Denn viele der Apfel- und Birnenbäume seien tot, hat Wilfried Schirmer festgestellt. Die knorrigen alten Gehölze fallen jedem Vorbeifahrenden sofort ins Auge. Allerdings finden sich auch farbige Markierungen auf ihrer Rinde. „Die Bäume wurden kontrolliert und die Aufträge werden abgearbeitet“, so die Stellungnahme aus der Stadtverwaltung. Will heißen, die Fällung erfolgt genauso wie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde hinsichtlich der Ersatzpflanzungen.

Stadt muss viele Kilometer Straße unterhalten

Eine zweite Mahd der Straßenränder fand inzwischen statt. Auch ein Unterhaltungsauftrag wurde am 19. Juli ausgelöst, wie die Nachfrage ergab. Dann werden wieder wie jedes Jahr Gefahrenstellen im Fahrbahn- und Bankettbereich beseitigt. Nur notwendigste Reparaturen sind vorgesehen. Für eine grundhafte Sanierung fehlt das Geld. „Es handelt sich um eine rückgestufte Kreisstraße, bei welcher mittelfristig keine Investitionen geplant sind“, so die Antwort aus der Verwaltung.

Zu groß ist der Zuständigkeitsbereich. So ist die Stadt für die Unterhaltung von rund 69 Kilometern Gemeindestraßen im Umland und 74 Kilometern kommunaler Straßen direkt in Zerbst verantwortlich. Hinzu kommen gut 250 Kilometer ausgebaute sonstige öffentliche Straßen zuzüglich diverser Ortsverbindungen, wie es aus dem Rathaus heißt.