Gottesdienste an Heiligabend

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit“, heißt es am Heiligen Abend in den Kirchen der Zerbster Gemeinden. Die Bürger sind wieder eingeladen den Christvespern und Andachten beizuwohnen.

Krippenspiel und Andacht

In die St. Bartholomäikirche wird zu Heiligabend zu einer Christvesper mit Krippenspiel eingeladen. Die Türen stehen für alle offen. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr, und um 17.30 Uhr findet eine weitere Christvesper statt.

Ebenfalls um 16 Uhr findet die nächste Christvesper in der Rolandstadt statt. Die Besucher erwartet ein weiteres Krippenspiel, das in der Kirche St. Marien aufgeführt wird.

In die St. Trinitatiskirche wird ebenfalls um 16 Uhr zu einer Christvesper mit Krippenspiel eingeladen. Auch hier gibt es um 17.30 Uhr eine weitere Christvesper.

Jütrichau lädt um 15 Uhr in die Kirche ein, um 19 Uhr werden Besucher in der Eichholzer Kirche erwartet, und in Nutha findet um 15 Uhr ebenfalls eine Christvesper statt.

In die Kirche in Mühlsdorf ist um 14.30 Uhr eine Christvesper geplant, in Bornum um 18 Uhr. Bonitz lädt um 14 Uhr, Kleinleitzkau um 16 Uhr, Steutz um 14.30 Uhr, Steckby um 16 Uhr und Bias um 16.15 Uhr zur Christvesper ein.

Christnacht mit Gospel

Der Zerbster Gospelchor unter Leitung von Tobias Eger gestaltet die Christnacht am diesjährigen Heiligabend um 23 Uhr in der Kirche St. Bartholomäi mit besinnlichen Liedern und Texten. Wer nach dem Trubel der Weihnachtsvorbereitungen zur Ruhe kommen möchte, ist zu dieser musikalischen Stunde eingeladen.

Kleinleitzkau. Vier Erwachsene und sechs Kinder werden heute bei der Christvesper in der St. Michaeliskirche von Kleinleitzkau beim Krippenspiel zu erleben sein. Nach einer Pause gibt es ein Krippenspiel nun zum dritten Mal in Folge. Schließlich gibt es wieder eine ganze Reihe junger Familien mit Kindern in dem Dorf. Aber auch aus Garitz und Trüben kommen die Darsteller der weihnachtlichen Vorstellung.

Die klassische Version wird in diesem Jahr geboten, so Sigrun Runge, die gemeinsam mit Doreen Rahntzsch alles in den Händen hat. Die Frauen – beide sind Ur-Kleinleitzkauerinnen – engagieren sich im Gemeindekirchenrat. Warum sie sich um das Krippenspiel kümmern? „Unser Herz hängt an Kleinleitzkau“, sagen sie, das ist Grund genug.

Mit viel Spaß bei den Proben

Vier Proben reichen für die etwa halbstündige Aufführung. Zwischendurch werden drei Lieder gesungen. Jeder im Spiel hat auch Text zu sprechen. Wer welche Rolle übernimmt, ergibt sich meistens. Der neunjährige Willi zum Beispiel spielt den Josef nun schon zum dritten Mal. „Manche Rollen sind auf die Kinder zugeschnitten“, sagt Sigrun Runge. Auch Willis achtjährige Schwester Anni ist als Engel mit von der Partie. Dabei ist die Familie nicht einmal kirchlich. „Die Kinder haben Freude dabei“, sagt Mama Karin Zimmermann. Und es geht um die Gemeinschaft im Dorf. Das sehen auch die Meißners so. Tochter Mia (11) spielt schon seit drei Jahren mit. Auch in der Schule entschied sie sich für das Fach Religion, fand den Unterricht bei Gudrun Meyer toll. Klar, dass sie da beim Krippenspiel mitmachen wollte.

Die sechsjährige Pia Droth ist das erste Mal dabei. Und schließlich hat das Krippenspiel auch einen Lerneffekt. Die Kinder sollen die Geschichte von Maria und Josef ruhig kennen. Das gehöre zur Allgemeinbildung findet Karin Zimmermann. Auch Ortsbürgermeister Mario Rudolf lässt es sich nicht nehmen, gemeinsam mit seiner Tochter und seinem Sohn mitzuspielen. Er gibt den Wirt in der Geschichte.

Orgelspiel und Friedenslicht

Dass ihre Kirche heute zur zentralen Christvesper der Evangelischen Weinberggemeinde rappelvoll sein wird, wissen die Kleinleitzkauer. Abgesehen vom Krippenspiel übernehmen noch andere Jugendliche und junge Erwachsene Aufgaben während des Gottesdienstes. Die Predigt hält Yvonne Sylvester. Marco Gaube spielt wie in den vergangenen beiden Jahren auf der Orgel. Zum Abschluss wird das Friedenslicht verteilt.