Zerbst l Die Stadt Zerbst hat die ehemalige Bartholomäischule verkauft. Das historische Gebäude auf der Schloßfreiheit diente früher als Druckerei und zuletzt als Verwaltungssitz. Das Sozial- und Kulturamt war dort bis zum Umzug ins Rathaus auf der gegenüberliegenden Seite untergebracht. Seither stand das denkmalgeschützte Objekt leer. Dringend müsste es instand gesetzt werden.

Von einem „erheblichen Sanierungsstau“ spricht Heike Krüger, die Leiterin des Zerbster Bau- und Liegenschaftsamtes. Neben der abgeblätterten Fassade weist das Gebäude statische Probleme auf, weshalb der Giebel bereits mit einer Stahlkonstruktion gestützt wird. Darüber hinaus hätten die Bedingungen im Inneren des Hauses „nicht mehr gesunden Arbeitsverhältnissen entsprochen“, formuliert es die Amtsleiterin.

Mit der Eingliederung der Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Ehle-Nuthe bekam die Stadt Zerbst zudem mit der Puschkinpromenade 2 ein weiteres Verwaltungsgebäude hinzu, so dass kein Bedarf an der früheren Bartholomäischule mehr bestand. So wurde entschieden, das Objekt zu veräußern. Eine Privatperson erhielt den Zuschlag. Auf weitere Details darf Heike Krüger aus Datenschutzgründen nicht eingehen. Auch zur Höhe der Summe, für welche die Immobilie den Besitzer wechselte, macht die Amtsleiterin keine Angaben.

Keine Aussagen zum Verkaufspreis

Allerdings informiert sie noch über weitere kommunale Objekte, die die Stadt momentan zum Kauf anbietet. Dabei handelt es sich um die Bürgerhäuser in Polenzko und Grimme. Ihre Veräußerung wurde im Zuge der Haushaltskonsolidierung beschlossen, um die Kosten für die Unterhaltung und den Betrieb der Gebäude einzusparen.