„In vielen Dienstberatungen haben wir über neue Gruppenstrukturen diskutiert“, so Kita-Leiterin Susanne Thiele. Das erwies sich als höchst konstruktiv, denn das Team bei den Glückskindern besteht aus jungen Mitarbeiterinnen mit neuen Ideen und älteren Erzieherinnen mit Erfahrung. „Die Mischung aus beiden macht’’s“, freut sich Susanne Thiele. Ein Plan wurde gemacht, in den alle Mitarbeiter einbezogen waren. Vor- und Nachteile in Bezug auf das Bildungsprogramm wurden abgewogen.

Der Plan wurde zunächst im Kuratorium vorgestellt. Auch da traten alle Mitarbeiter gemeinsam auf. Und schließlich fand eine große Elternversammlung unter Coronabedingungen in der Güterglücker Mehrzweckhalle statt. Da wurden dann alle Eltern eingeweiht und konnten auch ihre Fragen stellen. Ein paar Bedenken gab es da schon, aber die Mehrheit der Elternschaft stand dem Vorhaben, altersgemischte Gruppen einzuführen, aufgeschlossen gegenüber.

Schnuppertage kommen gut an

Für ihre Kinder in den neuen Gruppen haben die jeweiligen Erzieherinnen dann Einladungsbriefe an die Kinder ausgeteilt. Susanne Thiele übernahm es, alle Kinder zusammen zu nehmen und ihnen kindgerecht zu erklären, was auf sie zukommt. Es folgten zwei „Schnuppertage“ in den neuen Gruppen. Im neuen Raum gab es immer ein Angebot mit den neuen Erziehern. „Das kam gut bei den Kindern an“, fand die Kita-Leiterin. Die Vorfreude auf das Neue sei geweckt worden.

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Aber nicht nur die Kinder mussten auf den Gruppenwechsel vorbereitet werden. Auch in den Räumlichkeiten sollte es einige Veränderungen geben. Ein großer Umzugstag wurde durchgeführt. Da hatten die Mitarbeiter große Unterstützung von einigen Vatis. Schließlich mussten auch Schränke umgestellt und aufgebaut werden. Die Veränderungen waren darauf für alle sichtbar.

Sechs neue Kita-Gruppen starten

In der letzten Septemberwoche war es dann soweit. Am Montagmorgen starteten die neuen Gruppen bei den Glückskindern, sechs an der Zahl. Da war es zunächst wichtig, für jede Gruppe einen Namen zu finden. Gemeinsam mit den Kindern wurde überlegt und die Wünsche der Steppkes berücksichtigt. Nun gibt es die „Glücksbärchen“, die „Regenbogengruppe“, die „Hummelbande“, die „Wackelzahngruppe“, die „Käfergruppe“ und die Schulkinder, die den Hort in der Einrichtung besuchen, entschieden sich für den Namen „Schlaufüchse“.

64 Mädchen und Jungen, davon 13 Hortkinder, werden derzeit bei den Glückskindern in Güterglück von neun Erzieherinnen mit unterschiedlicher Stundenzahl betreut. Außerdem gibt es eine technische Kraft im Haus.

Neuer Kreativraum in Kita geplant

Neun Köpfe zählt in diesem Kindergartenjahr die „Wackelzahngruppe“, das sind die Vorschulkinder. Die nutzen nun nach der neuen Einteilung zusammen mit den Hortkindern einen großen Raum. Wenn die Großen von der Schule kommen, wird zusammen gevespert. In dem Raum gibt es auch eine richtige Tafel, wie in der Schule. Und es gibt die Kuschel-Ecke – nein, die heißt jetzt „Chill-Ecke“, wo die Kids sich entspannen oder Bücher anschauen können. Neue Schränke, die in einem Büro aussortiert worden waren, konnten in dem Raum außerdem aufgebaut werden.

Die Steppkes haben sich längst eingelebt in ihren neuen Gruppen und an die Veränderungen gewöhnt. Derweil gibt es weitere Pläne in der Kita. Ein Bauraum und ein neuer Kreativraum sollen eingerichtet werden.