Reuden/Anhalt l Das Festzelt war voll besetzt zur besten Kaffeezeit am Sonnabendnachmittag beim Martinsmarkt in Reuden. Der Museumsverein hatte auf das Gelände der Bauernkate geladen. Es war die nunmehr 14. Auflage der Veranstaltung und wieder waren die Leute bei dem Wetter im Festzelt besser aufgehoben als draußen.

Zunächst habe es gar nicht so ausgesehen, dass so viele Leute kommen würden, meinte Ortsbürgermeister Elard Schmidt, der zwischen Wildgulasch und „DJ-Pult“ hin- und her wechselte.

Kinder schwingen die Hüfte

So musste er auch die richtigen Titel für die Bailandoniùos aus Nedlitz zum Tanzen einspielen. Nicht nur in Regenbogenfarben präsentierten sich die Kindergruppen von Ina Martins. Zu bekannten Hit schwangen schon die Kleinsten die Hüften und versuchten der Vortänzerin zu folgen.

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Ansonsten war es Helmi Sax, der das Publikum an dem Nachmittag unterhielt. Der Entertainer trete auch beim Medewitzer Kulturverein auf und so war man darauf gekommen, ihn mal nach Reuden zu holen, erzählte Ines Neuber vom Museumsverein. Dass die Stimmung gut war, zeigte sich, dass sogar bei der Annemariepolka getanzt wurde.

Gäste werden versorgt

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt nicht nur mit dem Wildgulasch. Im Grillpavillon rund um den heißen Rost machten die Männer vom Sportverein eine gute Figur. Und auch der warme Speckkuchen vom Traditionsverein fand seine Abnehmer. Sechs Bleche waren im Dorfbackofen für den Martinsmarkt gebacken worden.

Für frisch gebackene Waffeln und Kuchen hatten die Frauen vom Museumsverein um die Vorsitzende Brigitte Jacob gesorgt. Hinterm Ausschank war auch Ursel Müller anzutreffen. Sie wurde von der Vereinsvorsitzenden dann noch nach vorne gebeten, um einen Blumenstrauß entgegen zu nehmen. Für ihr langjähriges Engagement im Verein gab es dieses Dankeschön.

Süßes und Handarbeiten verkauft

Die Stände der Händler hatten sich weitestgehend unter die Gerätedächer auf dem Katengelände zurückgezogen. Kränze und Gedecke waren im Angebot, Süßes und Handarbeiten. Coole Taschen aus alten Jeansstoffen gab es da zum Beispiel zu kaufen. Die hatte Gudrun Schmidt genäht. Aus Sundern im Sauerland war sie nach Reuden gekommen.

Nur um ihre Näharbeiten an den Mann zu bringen sicher nicht. Ein Schwesterntreff am Wochenende des Martinsmarktes wurde daraus gemacht. Vier Schwestern an der Zahl – ein Bruder gehört auch noch dazu – fanden sich schließlich hinterm Marktstand ein – Ilona Dichte aus Reuden, Christina Dragheim aus Berlin und Feli Büchler aus Loburg. Da ist doch so eine Veranstaltung eine gute Gelegenheit. Beim Verkauf wechselte man sich ab oder leistete sich Gesellschaft. Die Sachen gingen ausgesprochen gut in Reuden. Auch im vergangenen Jahr war der Stand schon vertreten, wie auch beim Katenfest.

Jedes zweite Los ein Gewinn

Setzt man auf Bewährtes sind die Lose immer ein Posten. Jedes zweite Los gewinnt, lockte Ingrid Dichte die Besucher. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde schließlich zum Fackelumzug gerufen, um anschließend das Martinsfeuer in der großen Feuerschale zu entzünden.