Zerbst l Elsa Werner aus Zerbst nutzt immer wieder mal den Bus, um mobil zu sein. Allerdings würde sich die Seniorin wünschen, dass die Stadtlinie nicht nur montags bis freitags stündlich verkehrt, sondern auch am Wochenende fahren würde. „Wenigstens am Samstag alle zwei Stunden“, meint Elsa Werner.

Geringe Nachfrage

Bis Mitte 2017 sei ein solches Angebot noch vorgehalten worden. Die Nachfrage sei aber zu gering gewesen, reagiert die Vetter GmbH auf Nachfrage der Volksstimme. Zugleich wird seitens des Nahverkehrsanbieters darauf verwiesen, dass die Stadtlinie am Wochenende als Rufbus ganztags im Stundentakt fährt, „so dass das Angebot auch jederzeit genutzt werden kann“.

Elsa Werner hält den Rufbus jedoch für zu umständlich. Immer wieder beklagen sich auch andere Volksstimme-Leser über diese Alternative, die nicht sehr flexibel ist. Um die Fahrten zu disponieren und die entsprechenden Fahrzeuge zur Wunschhaltestelle des Kunden zu bringen, so Vetter, ist eine gewisse Vorlaufzeit erforderlich. Das bedeutet, wer einen Rufbus benötigt, muss diesen mindestens eine Stunde vor der gewünschten Abfahrtszeit, wobei Fahrten zwischen 4 und 8 Uhr spätestens bis 20 Uhr des Vortages angemeldet werden müssen.

Kein flächiger Verkehr

Der Rufbus kann zwischen 4 und 23 Uhr genutzt werden, sofern es kein festes Linienangebot gibt, und das nur zu den im Fahrplan ausgewiesenen Zeiten und auf den dort angegebenen Strecken. „Ein flächiger Verkehr ist hier nicht mehr zulässig“, verweist Vetter auf die entsprechende Rechtsprechung. Sonst würde es sich um eine taxiähnliche Dienstleistung handeln.

Die Stadtlinie, die jährlich durch die Stadt Zerbst mit rund 30.000 Euro bezuschusst wird, wird von den Bürgern durchaus angenommen, wie das Verkehrsunternehmen bestätigt. „Schwerpunkte stellen insbesondere die Vormittagsstunden für den Einkaufsverkehr dar als auch die Berufsverkehrszeiten zwischen 5 und 8 Uhr sowie zwischen 15 und 18 Uhr“, heißt es von Vetter.