Der Naturpark Fläming reicht vom Hohen Fläming im Norden bis zum Urstromtal der Elbe im Süden. Das Gebiet entwickelt sich immer mehr zur Reiseregion, denn es gibt ganz besondere Orte zu entdecken.

Lindau/Garitz/Coswig l Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Direkt vor der Haustür haben wir den Naturpark Fläming. Der hat einiges zu bieten und wartet mit ganz besonderen Orten auf. „Vom städtischen Tourismus weg, wollen wir die Aufmerksamkeit auf die kleinen Höhepunkte lenken“, erklärt es Naturparkmitarbeiterin Annekatrin Els.

Bedürfnis nach Erholung und Aktivtät

Der Vorschlag, der beim Erstellen des Pflege- und Entwicklungskonzeptes kam, wurde aufgegriffen. Fünf Orte wurden als „besondere Orte“ definiert. Zu diesen fünf besonderen Orten, die sich räumlich über den gesamten Naturpark verteilen, gehören die Külsoer Mühle, Jeber-Bergfrieden/Hundeluft/Thießen, Möllensdorf, sowie Garitz und Lindau. Diese Orte mit ihren kleinen kulturellen und naturellen Highlights bieten also Alternativen zum städtischen Tourismus. Man versucht den Bedürfnissen nach naturorientierter Erholung und Freizeitaktivitäten entgegen zu kommen.

Bilder

Lindau punktet vor allem mit seiner Burganlage und Bergfried und wird als Ausgangspunkt für Wanderungen – zum Beispiel den Rundweg via Teufelstein – und Abstecher an den Deetzer Teich, zu den Kirchenfenstern in Kerchau, den Alpakas in Zernitz und zum Buhlendorfer Speicher empfohlen.

Wo können Leute noch hin?

Bewusst beschränkte man die „besonderen Orte“ nicht auf einen Ort allein, sondern bezog auch die unmittelbare Umgebung mit ein. Wo kann ich jetzt noch hin?, fragen die Leute, wenn sie zum Beispiel Burg und Kirche besichtigt, das Lindauer Bärendenkmal gesehen und auch noch Eis gegessen haben, macht Annekatrin Els deutlich, was dahinter steckt.

Dass die Dörfer der Region durchaus einen Besuch wert sind, dafür ist Garitz ein gutes Beispiel. Und man sollte sich Zeit nehmen, um eben die Besonderheiten zu entdecken, rät Annekatrin Els. Um mehr zu erfahren, veranstaltet der Naturpark Spaziergänge, die sich auf die besonderen Orte konzentrieren. Der letzte in diesem Jahr startet am morgigen Sonntag um 14 Uhr am Dorfkirchenmuseum in der Garitzer Stärkefabrik.

Besonderheiten der Kirchen

Fast vierzig Miniaturmodelle von Dorfkirchen der Region erzählen die Geschichte und die Besonderheiten der Kirchenbauten. Von dort geht die rund zweistündige Tour zur spätromanischen Garitzer Feldsteinkirche. Und wer weiß schon, dass diese die erste „entschlossene“ Kirche in der Region war? An der Decke befinden sich drei große ovale Gemälde aus dem 18. Jahrhundert mit Darstellungen der Musik, der Taufe und des Heiligen Geistes.

Vorbei an historischen Backhäusern geht es zur St. Michaelis Kirche von Kleinleitzkau. Schon mal vom Projekt „Lichtungen“ gehört? Im Jahr 2016 wurden in Kleinleitzkau drei Chorfenster nach dem Entwurf von Christiane Schwarze-Kalkoff eingebaut. Ein kleines Kunstwerk mitten in Kleinleitz- kau.

Kirchen im Dorf lassen

Um den Garitzer Teich führt der Weg zurück zum Dorfkirchenmuseum, wo ein Feuer, heißer Apfelsaft, Kuchen und eine Suppe warten. Pfarrer Thomas Meyer und Ullrich Hahn von der Evangelischen Weinberggemeinde Garitz werden den Spaziergang, der unter dem Motto steht „Die Kirchen im Dorf lassen“ begleiten und haben jede Menge zu erzählen.

Aber es kann auch jeder individuell die besonderen Orte im Naturpark erkunden. Flyer helfen dabei und viele Informationen im Internet. Seit Ende September werden die fünf Orte und ihre Besonderheiten in einer Ausstellung im Naturparkinfozentrum präsentiert.

Öffnungszeiten des Naturparkinfozentrums

Das Naturparkinfozentrum befindet sich in der Schloßstraße 13 in Coswig und ist von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr und Sonnabends 9 bis 12 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen ist das Naturparkinfozentrum geschlossen.