Zerbst l „Die neuen Stationen mit 5G-Antennen in Zerbst, Sandersdorf-Brehna und Bitterfeld-Wolfen versorgen erste Bewohner der Orte und ihre Gäste mit der mobilen Breitbandtechnologie. Mittelfristiges Ziel des neuen Infrastrukturprogrammes ist es, möglichst die gesamte Bevölkerung in der Region an das 5G-Netz anzuschließen – so wie es bei der Mobilfunkversorgung bereits heute nahezu der Fall ist“, so Konzernsprecher Volker Petendorf in einer Pressemitteilung.

Parallel zum Aufbau des 5G-Netzes baue das Unternehmen auch sein LTE-Netz (=4G) in der Region weiter aus. Das Unternehmen wolle zunächst die bereits vorhandene Mobilfunk-Infrastruktur – rund 60 Mobilfunkstandorte im Landkreis – weitgehend mit nutzen und die 5G-Antennen anbringen – zum Beispiel an Masten, Aussichtstürmen, Kirchtürmen sowie auf den Dächern von öffentlichen Gebäuden, wie beispielsweise Rathäusern und Verwaltungssitzen sowie Wohngebäuden, erläutert Petendorf. Dies geschehe Station für Station.

Mobilfunkstation mit neuer Technologie

„Die erste 5G-Station im Stadtgebiet von Zerbst wurde bereits in Betrieb genommen. Konkret wurde der bestehende Mobilfunkstandort in der Norbert-Heßbrüggen-Straße mit 5G-Technologie ausgestattet“, erklärt der Konzernsprecher auf Volksstimme-Nachfrage.

Petendorf: „Aus netzwerktechnischer Sicht ist 5G kein komplett neues Netz, sondern ein ‚add on‘ (Optimierung) zum vorhandenen Netz. Die bereits bestehenden zehn Mobilfunkstationen in Zerbst werden also nach und nach aufgewertet, indem dort zusätzlich 5G-Technologie installiert wird.“

Ausbau des LTE-Netzes

Parallel zum Aufbau des 5G-Netzes will Vodafone auch das LTE-Netz in Anhalt-Bitterfeld weiter ausbauen. Nach Unternehmensangaben sind aktuell 99,9 Prozent der Bevölkerung im Landkreis an das Mobilfunknetz sowie 99,7 Prozent der Bewohner an das LTE-Netz von Vodafone angeschlossen.

„Bis Mitte 2021 werden wir in Anhalt-Bitterfeld noch 17 weitere LTE-Bauprojekte realisieren. Dabei werden wir an 13 bestehenden Mobilfunkstationen, unter anderem in Zerbst, Muldestausee, Südliches Anhalt, Zörbig, Raguhn-Jeßnitz, Bitterfeld-Wolfen und Köthen erstmals LTE-Technologie installieren“, so der Konzernsprecher.

Funklöcher verschwinden

Zudem werde man an vier vorhandenen LTE-Standorten zusätzliche LTE-Antennen anbringen. Dies geschieht in Zerbst, Raguhn-Jeßnitz und Südliches Anhalt. Ziel dieser 17 Bauprojekte sei es, LTE-Funk-löcher zu schließen sowie die Geschwindigkeiten und Kapazitäten im Versorgungsgebiet dieser LTE-Stationen zu erhöhen.

Wie die Volksstimme berichtete, sollen im Laufe dieses Jahres auch die Funklöcher in den Bereichen rings um Walternienburg und Steckby der Vergangenheit angehören. Wie die Telekom mitteilt, wird in den beiden Ortschaften je ein LTE-Funkmast aufgestellt. Die Funknetzplaner der Telekom haben die von den Kommunen vorgeschlagenen Mobilfunk-Standorte bereits geprüft.

In diesen Tagen sollen Vor-Ort-Termine in Walternienburg und Steckby stattfinden, um festzustellen, ob die vorgeschlagenen Standorte tatsächlich nutzbar sind. Anschließend wird ein Mietvertrag zwischen Telekom und der Kommune beziehungsweise dem Standortbesitzer abgeschlossen. Danach beginnt der Bau der Mobilfunkmasten.