Betreuungszentrum Bärenthoren feiert 65. Geburtstag des Heimes mit Bewohnern und Gästen

Torte zum Geburtstag, Kerze zum Gedenken

Von Petra Wiese

Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige und weitere Gäste feierten den 65. Geburtstag des DRK-Betreuungszentrums Marie von Kalitsch in Bärenthoren. Eine Geburtstagstorte wurde serviert und eine Gedenkkerze enthüllt.

Bärenthoren l Es ist das Herrenhaus der Familie von Kalitsch, das in Bärenthoren im August 1948 Feierabendheim wurde. Das Gebäude war vor etwa 120 Jahren errichtet worden. Friedrich von Kalitsch begründete seiner Zeit die Bärenthorener Kiefernwirtschaft. Nach seiner Frau Marie wurde das Betreuungszentrum, so heißt das Objekt seit 1997, benannt. Bei der Namensgebung war die letze noch lebende Tochter anwesend, erzählte die Heimleiterin Ruth Buchmann.

Nachkommen der Familie sind immer noch regelmäßig vor Ort, um sich das Haus anzuschauen. Auch zum 65. Geburtstag waren sie willkommen. So wie alle 67 Bewohner des Betreuungszentrums, Angehörige, Mitarbeiter und Familien, das Präsidium des DRK-Kreisverbandes Wittenberg, wozu das Haus seit 2002 gehört. Seniorengruppen aus Zerbst, Grimme, Reuden und Dobritz waren schon am Freitag da, um die Idylle des Parkes, gemütlich in den Festzelten an der kleinen Bühne im Schatten der großen Bäume sitzend, zu genießen. Im dreistelligen Bereich war das Publikum bei Kaffee und Kuchen und Unterhaltungsprogramm.

Eine Geburtstagstorte durfte nicht fehlen. Der Andacht am Gedenkstein der Marie von Kalitsch folgte am Sonnabend die Enthüllung einer übergroßen Kerze gefolgt. Die Enthüllung durften die Mitglieder des Heimbeirats vornehmen. An der Kerze sollen künftig immer die Namen der im letzten Jahr Verstorbenen ergänzt werden. Ein Ort, um an die Verschiedenen zu erinnern, ihrer zu gedenken.

Das Betreuungszentrum hat eine vielfältige Entwicklung über die Jahre erfahren. Nach der Wende gab es umfangreiche Sanierungen. Menschen mit Suchterkrankungen finden seit Mitte der 1990-er Jahre Therapieangebote, angefangen von der Arbeits-, über Gesprächs- bis zur Kunsttherapie. Interessierte Gäste konnten sich anlässlich der Offenen Türen zum Jubiläum, ein Bild von den Möglichkeiten machen und sich umfassend informieren.