Zerbst l An Sonntag, 5. Mai, beginnt offiziell die Radelsaison an der Elbe. Auch wenn der Elberadweg nicht mehr den ersten Platz unter den beliebtesten Radwegen einnimmt, sondern auf den zweiten Platz abgerutscht ist, übt die unverbaute Elbe nach wie vor einen großen Reiz auf die Menschen aus. Über weite Strecken lässt sich der Fluss abseits der Siedlungen erleben. Viele Tiere leben an der Elbe. Wer früh aufsteht und ich auf das Rad setzt, kann dies selbst erleben.

Viele Aktionen

Zum Start der Radfahrersaison am Sonntag findet der Elberadeltag statt. In den größeren Städten gibt es dann Aktionen. Außerdem sind wie in jedem Jahr Sternfahrten geplant. Zwei Strecken gibt es diesmal für die Radfahrerfreunde. Beide Touren starten in Zerbst um 9 Uhr am Roland auf dem Markt. Zu Auswahl stehen dabei eine 29 Kilometer lange Strecke über Bone und Bornum und weiter nach Dessau-Roßlau sowie eine 22 Kilometer lange Strecke, die direkter verläuft. Beide Gruppen sollen jeweils um 14.30 Uhr am Ziel eintreffen. In den Orten, die die Sternfahrer passieren, können sich die Bürger anschließen und müssen dafür nicht nach Zerbst radeln.

Insgesamt neun Sternfahrten führen nach Dessau-Roßlau. In der Zeit von 10 bis 16 Uhr gibt es hier für die Bürger ein buntes Bühnenprogramm.

Mehrere Sternfahrten

Für Individualisten lohnt sich aber auch die Radfahrt in die andere Richtung. So werden die Barbyer die Radler wieder mit Bratwürstchen an der Eisenbahnbrücke begrüßen. Traditionell feiern die Barbyer den Beginn der Radelsaison mit den Radfahrern.

Für Radfahrer interessanter geworden ist das Westufer der Elbe hinter Walternienburg. Von Barby aus sind es nur einige Kilometer bis zum Ringheiligtum nach Pömmelte. Die Anlage ist beinahe einzigartig und stammt aus der Bronzezeit. Das Besucherinteresse an der rekonstruierten Anlage wächst seit Jahren und wird auch vom Land weiter beworben. Die Anlage ermöglicht zudem einen Blick in eine Zeit, von der Wissenschaft lange annahm, dass sich die Menschen wenig mit den großen Zusammenhängen in der Natur beschäftigten. Das Ringheiligtum und auch die Himmelsscheibe von Nebra zeigen aber, dass die Annahme falsch war. Sehr gut verstanden die damaligen Bewohner bereits die Zusammenhänge in den Gestirnen, die sie jede Nacht leuchtend am Himmel sahen. Heute ist dies wegen der überall vorhandenen nächtlichen Beleuchtung nur noch in weit entfernten Gebieten möglich.