Antrittsbesuch in Zerbst

Überraschungsbesuch im Jugendamt - Anhalt-Bitterfeld Landrat Andy Grabner auf Stippvisite in Zerbst

Von Thomas Kirchner 11.08.2021, 14:44 • Aktualisiert: 11.08.2021, 19:28
Ines Lachmann, Henry Bydekarken (Mitte) und Anhalt-Bitterfelds Landrat Andy Grabner (CDU) im Gespräch.
Ines Lachmann, Henry Bydekarken (Mitte) und Anhalt-Bitterfelds Landrat Andy Grabner (CDU) im Gespräch. Thomas Kirchner

Zerbst - Er klopft an die Tür. Drinnen sagt eine freundliche Frauenstimme „Herein!“. Da staunt Ines Lachmann nicht schlecht, als plötzlich ihr Chef im Büro steht. Andy Grabner stellt sich lachend vor und sagt ganz locker: „Ich bin gerade in Zerbst und wollte einfach mal vorbeischauen, mich kurz vorstellen.“ Und nach wenigen Augenblicken sind die beiden auch schon am Fachsimpeln.

Der Landrat hatte am Dienstag zwischen zwei Termin in der Nuthestadt noch Zeit und schaute spontan in der Außenstelle der Landkreisverwaltung am Fischmarkt vorbei. „Der Antrittsbesuch in Zerbst steht eigentlich schon eine Weile auf meiner Liste“, sagte Grabner im Volksstimme-Gespräch. Doch die derzeitige Lage nach der Cyber-Attacke habe ihm immer wieder den sprichwörtlichen Strich durch die Rechnung gemacht. „Ich werde heute sicherlich nicht viele Büros öffnen können, doch der Anfang ist gemacht“, so der Landrat.

Nach wenigen Augenblicken kommt Henry Bydekarken dazu. Schnell sind die drei ins Gespräch vertieft. Die Jugendamtsmitarbeiter schildern Grabner, womit sie sich täglich beschäftigen: „Drogen ist ein großes Thema und daraus folgend die Vermittlung von Suchtberatung und -therapie“, erklärt Ines Lachmann.

Andy Grabner diskutiert mit Mitarbeitern über Kfz-Zulassungsstelle

Ob die Pandemie das Problem noch verschärft hat, will der Landrat wissen. In den letzten drei, vier Jahren hätte sich das Drogenproblem weiter verschärft, schildern die Jugendamtsmitarbeiter. Aber auch Corona habe Probleme mit sich gebracht. „Geschlossene Kitas und Schulen, die Eltern sind teilweise am Limit, wobei das Thema häusliche Gewalt sich nicht verschärft hat“, sagt Ines Lachmann.

Bevor Grabner die beiden Jugendamtsmitarbeiter mit seinem Besuch überrascht hat, hatte er den Damen im Bürgeramt einen Besuch abgestattet. Auch hier fand man schnell Gesprächsthemen, natürlich wurde auch über den Dauerbrenner Kfz-Zulassungen diskutiert, unter anderem über die Trennung von Bürgeramt und Zulassungsstelle.

Ganz nebenbei berichteten die Mitarbeiter, dass die gesamte Telefonanlage im Verwaltungsgebäude ausgefallen ist. Grabner versprach, sich sofort zu kümmern, und der Blick auf die Uhr verriet: Zeit, sich verabschieden, und auf zum nächsten Termin. Grabner versprach wiederzukommen, schon bald.