Lindau. Nistkästen bauen, den „kleinsten Wald der Welt“ gestalten, interessante Fakten über die heimischen Tiere des Waldes lernen und zum Abschluss ein leckeres Eis – der Projekttag „Wald und Wild“ an der Lindauer Grundschule am Freitag war etwas ganz besonderes für die jungen Schüler.

Neben den Lehrern waren vor allem auch Vertreter der Lindauer Jagdgenossenschaft vor Ort und brachten den Kindern ihre Arbeit in der Natur näher. Jonas Döring von der Jagdgenossenschaft ist sich sicher: „Damit leisten wir einen Beitrag zur Umweltbildung der Kinder. Sie können aus erster Hand erfahren, was ein Jäger überhaupt so zu tun hat und worauf er zu achten hat.“

Umweltmobil vor Ort

Ein besonderer Höhepunt für die Grundschüler war auch das „Umweltmobil“, das Mathias Ködel vom Landesjagdverband mit auf den Schulhof brachte. Darin waren Tierfelle zum Anfassen, imposante Geweihe und ausgestopfte Tiere, zu denen Ködel den Kindern allerlei Wissenswertes erzählte. Außerdem stellte er das wissen der Kids auf die Probe. „Wie heißt denn die Frau vom Hirsch“, wollte er wissen. Nach mehreren nicht ganz richtigen Zurufen, wusste ein schüler dann doch die richtige Antwort. Ganz klar, das kann nur die Hirschkuh sein.

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Dann präsentiert Ködel ein kleines Geweih. „Von welchem Tier stammt das?“, fragt er die Kinder. „Von einem Elch!“, ruft ihm eines der Kinder entgegen. „Nein, dafür ist es viel zu klein“, so Ködel. Doch auch in diesem Fall finden die Kinder schnell die richtige Antwort: Das Geweih stammt von einem Rehbock. Und so ein Rehbock wiegt in etwa 25 bis 30 Kilogramm, erkäutert der Umweltpädagoge den Kindern.

Kaninchen und "Hoppelhase"

Als Ködel den Kindern einen Hasen zeigt, wissen die natürlich auch sofort, was das für ein Tier ist. Allerdings wurde das Kaninchen nicht direkt als solches erkannt, sondern zunächst als „Hoppelhase“ betitelt. Naja...zumindest fast richtig.

Darüber hinaus stellten die Dritt- und Viertklässler ihr handwerkliches Geschick unter Beweis. Von der Lindauer Jagdgenossenschaft erhielten sie nämlich Bausätze für Nistkästen, welche die Kinder dann zusammenbauten. Damit haben also selbst die Kleinen schon einen Beitrag zum Artenschutz geleistet.

Kleinen Wald basteln

Fleißig waren auch die Erst- und Zweitklässler. Sie bastelten nämlich den „kleinsten Wald der Welt“. Dazu haben sie sich einfach einen Schuhkarton geschnappt und diesen mit Moos, Tannenzapfen, Ästen und Blättern gefüllt. „Da kommt alles rein, was es auch im Wald gibt“, erklärt der junge Angelo aus Deetz. Die Materialien habe er selbst im Wald gesammelt, berichtet er stolz.

Die kleine Deetzerin Amy aus der ersten Klasse hat die Natur-Materialien aus dem heimischen Garten, erzählt sie. „Das Basteln macht mir Spaß“, bringt sie das Projekt mit einem Satz auf den Punkt. Und gegen das Eis zum Abschluss erhebt sie auch keine Einwände.