Zerbst l Auf dem asphaltierten Radweg entlang der B 184 zwischen Zerbst und Jütrichau ist eine Gefahrenstelle beseitigt. Ein sechseinhalb Meter langes Teilstück sanierten am Freitag die Männer im Auftrag der Landesstraßenbaubehörde (LSBB). Zuvor befand sich dort ein „notdürftig geflickter großer Huckel“ und das bereits seit Jahren, wie der Zerbster Rainer Frankowski kürzlich monierte.

Oliver Grafe, Leiter des Regionalbereichs Ost der LSBB, versprach, den Bürgerhinweis zu prüfen. „Sollte es sich bei dem beschriebenen Huckel um eine Aufwölbung der Fahrbahnbefestigung infolge Wurzeleinwuchses handeln, werden die erforderlichen Schritte zur Beseitigung kurzfristig eingeleitet“, sagte er zu (Volksstimme vom 9. September).

Nun erfolgte die grundhafte Instandsetzung der potenziellen Unfallstelle, die Andreas Beck ebenfalls bestens bekannt war. Regelmäßig nutzt er den Radweg nach Dessau, dessen „laufender Zerfall“ ihm sehr präsent sei. „Leider kann ich Reparaturen nicht bestätigen, denn das Einbringen von einzelnen Asphaltklecksen beseitigt weder den ausgebrochenen Rand noch die reichlich vorhandenen quer verlaufenden Kanten, Absätze und Huckel“, erklärte der Zerbster gegenüber der Volksstimme.

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Andreas Beck bezog sich dabei auf die Aussage von Oliver Grafe im September, dass Schäden, die bei den regelmäßigen Kontrollen durch die motorisierte Straßenaufsicht (Mosa) festgestellt werden, wenn notwendig sofort oder zumindest zeitnah ausgebessert werden. Um- und Ausbaumaßnahmen hingegen bedürfen einer längeren Vorbereitungszeit, ergänzte der Regionalbereichsleiter jetzt auf erneute Nachfrage.

Der Kritik – vor allem, wenn man den gesamten Abschnitt zwischen Zerbst und Tornau betrachte – kann Oliver Grafe deshalb nur bedingt folgen. Mängel würden beseitigt und der Radweg in einem befahrbaren Zustand gehalten, erklärte er.

„Vielleicht sollte die Mosa sich mal mit dem Rad auf den Weg machen, um sich ein reales Bild zu verschaffen“, schlug Andreas Beck vor. Der Blick aus dem Auto bei 70 km/h könne wohl nur sehr unzureichend den Zustand des Weges erkennbar machen, so der Zerbster. Er kritisierte, dass immer mehr Löcher entständen, „insbesondere da, wo vor einigen Jahren schon einmal nachgearbeit wurde“.

Seine Hoffnung, dass der in den Jahren 2004/05 angelegte Radweg mal saniert wird, hat sich bislang nicht erfüllt. Allerdings ist dies in naher Zukunft vorgesehen, wie Oliver Grafe nun informierte. Dies soll abschnittsweise geschehen. Für das erste Teilstück zwischen Tornau und Jütrichau laufen bereits die Planungen. „Der Zeitplan sieht die Bauausführung frühestens im Jahr 2021 vor“, teilte der Regionalbereichsleiter mit. Danach könne der Abschnitt zwischen Jütrichau und Zerbst in Angriff genommen werden.

Unterdessen wies Rainer Frankowski noch auf eine seiner Meinung nach weitere Gefahrenquelle hin, die in den vergangenen Wochen entstanden sei: „Hinter Jütrichau wurde eine neue Straße quer über den existierenden Radweg zur dortigen Hundepension angelegt. Solchen Murks habe ich noch nicht gesehen“, erklärte er gegenüber der Volksstimme.

„Bei der Zufahrt handelt es sich um eine Baustellenzufahrt, die befristet genehmigt und hergestellt wurde“, entgegnete Oliver Grafe auf Nachfrage. Mit Beendigung der Baumaßnahmen im nächsten Jahr sei der ursprüngliche Zustand wieder herzustellen beziehungsweise die Zufahrt zurückzubauen und Schäden an dem Radweg zu beseitigen, erläuterte der Regionalbereichsleiter.