Güterglück l Im Frühjahr musste die Jahreshauptversammlung des Güterglücker Heimatvereins coronabedingt ausfallen. Nun war es Zeit, diese nachzuholen – mit Abstand und unter Einhaltung aller Hygienevorschriften. Schließlich sollte ein neuer Vorstand gewählt werden. Der alte musste also noch etwas länger fungieren, aber am Ende spielte das keine Rolle, denn der alte Vorstand wurde komplett wieder gewählt: mit Dr. Jürgen Baumgart als Vorsitzendem, Reiner Sandmann als Stellvertreter, Sigrun Feierabend für die Kasse, als Schriftführerin und für die Chronik Jeannette Lehmann und als stellvertretende Schriftführerin und LeseCafé-Verantwortliche Susanne Baumgart. Als Kassenprüfer stehen auch weiterhin Marlies Holz und Susanne Thiele zur Verfügung.

Andere Vorschläge für die Vorstandsarbeit hat es keine gegeben. Zum Glück erklärten sich alle bereit, weiter zu machen. „Ich wollte das eigentlich nicht mehr machen“, so Jürgen Baumgart, der seit 2006 im Amt ist. Er habe im Vorfeld mit fünf Leuten gesprochen, aber keiner wollte den Vorsitz übernehmen. Deshalb führe er den Vorsitz weiter, so Jürgen Baumgart, „ich mache es aber auch mit Freude.“

Ortsbürgermeister Moritz Schwerin meinte, er habe Verständnis, der Vereinsvorsitzende habe ein Alter erreicht, um über einen Nachfolger nachzudenken. Die Vereinsführung sei keine einfache Aufgabe, würdigte er das Engagement. Man müsse sich rechtzeitig Gedanken machen, wie man den Verein in Zukunft weiterführen kann. Jürgen Baumgart dankte im Namen des Vorstandes für das entgegengebrachte Vertrauen: „Wir hoffen, dass wir das gemeinsam mit den Mitgliedern im Sinne der Satzung und zum Wohle des Dorfes gut hinkriegen.“

Der neue alte Vorsitzende brachte auch gleich das Thema Betriebskosten zur Sprache. Ohne Veranstaltungen hat der Verein keine Einnahmen und die vergangenen Monate konnten auch die Räumlichkeiten nicht genutzt werden. Die Mitgliedsbeiträge gleichen die Betriebskosten nicht aus, erklärte Baumgart.

Er habe Ende Juli bei der BWZ darum gebeten, die Zahlungen auszusetzen. Nachricht gab es bislang nicht. Baumgart fragte inzwischen mehrfach nach. Das Schreiben war an die Stadt weitergeleitet worden. In der ersten Oktoberwoche soll es nun eine Antwort geben. Er habe sich sehr geärgert, so Baumgart, wenigstens den Eingang des Schreibens hätte man bestätigen können.

Im Bericht über das Jahr 2019 ließ Jürgen Baumgart zu Beginn der Veranstaltung die Aktivitäten des Vereins Revue passieren. Höhepunkte waren das Dorffest, die Multivisionsschau mit Günter Wamser in der Mehrzweckhalle und der Adventsmarkt.

Im LeseCafé hatte Susanne Baumgart verschiedene Themennachmittage organisiert. Ein gemeinsames Essen mit den Partnern fand statt. Zum Weihnachtskonzert war Aline Berlitz da. Adelheid Mangelsdorf leitete die Handarbeitsnachmittage. Diese finden ab 5. Oktober wieder im Gemeindehaus statt. Immer montags trifft man sich, um gemeinsam zu stricken, häkeln, sticken etc.

In diesem Jahr konnten auf Grund der Pandemie keine Veranstaltungen stattfinden, und bis zum Jahresende will man auch davon absehen. Unter Einhaltung der Coronabestimmungen könnte die Mehrzweckhalle mit bis zu 80 Personen genutzt werden, informierte Jürgen Baumgart. Susanne Thiele erzählte, wie kompliziert es gewesen sei, die Elternversammlung der Kita unter den Auflagen dort durchzuführen.

Dieses Jahr soll einfach alles zurückgefahren werden. Meist sind es die älteren Bürger, die die Veranstaltungen besuchen, das Risiko müsse man nicht eingehen, so Moritz Schwerin. Es gehe nicht gleich die Welt unter, wenn einmal etwas nicht stattfindet. Dann müsse man gucken, nächstes Jahr wieder alles hochzufahren. Termine für 2021 gab Jürgen Baumgart schon einmal bekannt: Dorffest am 3. Juli, Adventsmarkt am 28. November. Ein Weihnachtskonzert im Dezember und verschiedene Themennachmittage im LeseCafé´ sind vorgesehen.

In der Diskussion der Vereinsmitglieder kam man überein, dieses Jahr in der Gaststätte wenigstens noch das Essen mit den Partnern durchzuführen. Und natürlich soll auch der Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt werden.