Deetz l Der Deetzer Heimatverein um Annemarie Trunschel hatte sich schon vor geraumer Zeit aufgelöst. Allerdings war die Abmeldung des Vereins bisher noch nicht erfolgt. Zum Glück, denn nun hat sich der Heimatverein neu aufgestellt. „Nägel mit Köpfen machen“, nannte es der Deetzer Ortsbürgermeister Tobias Böttcher, als er zu einer Zusammenkunft eingeladen hatte. Nach dem ersten Treffen von Interessenten habe er ein gutes Gefühl gehabt, erklärte er.

Der Einladung zur Wahl eines neuen Vereinsvorstandes folgten zehn Leute an dem Abend. Sieben Personen wären ausreichend gewesen, um den Verein wieder ins Leben zu rufen. Sogleich ging es zur Sache, Kandidaten für die Funktionen im Vorstand aufzustellen.

Bereit, sich zu engagieren

„Ich muss es nicht machen, aber ich möchte, dass der Heimatverein gegründet wird“, erklärte Tobias Böttcher, dass er den Vorsitz übernehmen würde, wenn sich niemand anders bereit erklärt. Die anderen übten sich zunächst in Zurückhaltung angesichts der Aufgaben, die auf sie zukommen würden. Dennoch war die Bereitschaft da, sich im Vorstand zu engagieren.

Im Ergebnis der Wahl setzt sich der neue Vorstand des Deetzer Heimatvereins nun wie folgt zusammen: Vorsitzender Tobias Böttcher, 2. Vorsitzender Harry Barnetz, Schatzmeisterin Karen Bergholz, Schriftführerin Stefanie Friedrich. Dazu kommen als Beisitzer Julia Büchler, Uwe Knoth und Mona Möbes.

Trotz Corona viel Freiraum für Events

In dieser Besetzung und mit den weiteren gewonnenen Mitgliedern kann der Heimatverein nun wieder aktiv werden. „Trotz Corona-Krise heißt es ja nicht, dass man nichts machen kann fürs Dorf“, so Tobias Böttcher. Man habe in Deetz genug Plätze mit viel Freiraum. Auch unter den aktuellen Umständen könne man etwas machen.

So will man denn auch gleich die erste Veranstaltung organisieren. Die Leute sollen die Chance bekommen, mal wieder raus zu kommen. Vom Dorffest, das im Sommer ausfallen musste, ist noch Geld auf dem Konto. Eine Adventsveranstaltung auf dem Dorfplatz oder ein herbstliches Treffen Ende Oktober? Letzteres ist nun am 31. Oktober angedacht. Ob Halloween oder Kürbisabend ist dabei nebensächlich.

Viele Ideen eingereicht

Geeigneter als den Dorfplatz hält man das Grundstück an der Zerbster Straße, wo die Ortschaft ihre Räumlichkeiten hat. Da wäre auch gleich die Toilette nutzbar. Um 17.30 Uhr sollte es losgehen. Schon am Nachmittag anzufangen, würde wenig Sinne machen, denn bis zum Abend stelle sich niemand in die Kälte, mit der eventuell zu rechnen ist. Dass die Leute oder Kinder mit Kostümen kommen sollen, war eine weitere Idee. Ein Umzug vielleicht durch das Dorf und dann an die Feuerschale... „Ich freue mich, dass ihr Ideen habt“, so Tobias Böttcher. Details sollten noch abgeklärt und die Genehmigung zur Durchführung eingeholt werden.

Es wäre schön, wenn wir was machen dürfen, so Böttcher, „dann können wir sehen, wie wir zusammen arbeiten und den Deetzern zeigen, dass wir was machen“. Ein Vereinsabend wurde ebenfalls angeregt, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Außerdem sollte die Bestandsaufnahme eine der ersten Aufgaben mit sein. Das heißt, man wollte sich anschauen, was im Bestand des Heimatvereins ist, zum Beispiel Sitzgarnituren, Pavillons und ein Verzeichnis erstellen.

Mitglieder für Heimatverein gesucht

Die Mitgliedergewinnung und Präsentation will der Verein in Angriff nehmen. Tobias Böttcher möchte die Internetseite des Dorfes wieder beleben. Da könnte der Verein ein Unterpunkt sein. Mit Facebook will man erst einmal noch warten. Die Homepage soll zunächst Vorrang haben, dann könnten Dinge geteilt werden.

Ostermarkt, Dorffest und Adventsmarkt waren in diesem Jahr an Veranstaltungen in Deetz geplant. Corona machte einen Strich durch die Rechnung. An den Veranstaltungen will man auch künftig festhalten. „Wenn ein Impfstoff im nächsten Jahr raus kommt, dann können wir eine richtige Ortschaftssause machen“, frohlockte Böttcher. Wer Mitglied im Heimatverein werden und sich einbringen will, kann sich beim Ortsbürgermeister oder den anderen Vereinsmitgliedern melden.