Zerbst l Der Maschinen- und der Metallbau haben in Zerbst eine lange Tradition. Viele Unternehmen arbeiten in den beiden Branchen. Auf diesen Standortfaktor soll zukünftig an den Ortseingängen der Stadt werbewirksam hingewiesen werden. Das ist ein Ergebnis des Wirtschaftsfrühstücks, zu dem Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) gemeinsam mit der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) Anhalt-Bitterfeld ins Rathaus eingeladen hatte.

440 Mitarbeiter

Zu den Teilnehmern gehörte Keven Sens, der zusammen mit René Scheil Geschäftsführer der Emag Zerbst Maschinenfabrik ist, die unter diesem Namen allerdings den meisten Zerbstern noch kein Begriff ist. Erst beim Stichwort Wema werden viele wissen, dass es sich hier um den ältesten Maschinenbaubetrieb der Stadt handelt. Denn die Wurzeln der heute 440 Mitarbeiter zählenden Maschinenfabrik gehen auf die 1867 gegründete Firma Franz Braun Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei zurück. Seit 1994 gehört die Produktionsstätte zur Emag-Gruppe, seit April 2018 trägt sie den neuen Firmennamen, der sich erst herumsprechen muss.

Eine weitere, inzwischen auch sichtbare Umbenennung erfolgte beim Dienstleistungsunternehmen Berendsen, das seit September 2017 zur französischen Elis-Gruppe gehört. Der Namenszug ziert mittlerweile ebenfalls die Zerbster Wäscherei, wo Rainer Dürndorfer seit August Niederlassungsleiter ist. „Wir möchten den Standort wieder mehr stärken“, erläuterte er, dass die Entscheidungsbefugnisse vor Ort gestärkt werden sollen.

Sparte "Arbeitsmedizin"

Dürndorfer nutzte das Wirtschaftsfrühstück genauso zur persönlichen Vorstellung wie Thomas Schröder, der seit Oktober nicht mehr nur Geschäftsführer der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern, sondern ebenfalls der Helios Klinik Zerbst/Anhalt ist. Das Krankenhaus sei kein unwesentlicher Arbeitgeber und Standortfaktor, meinte er. Für ansässige Unternehmen sei es wichtig, dass ihre Mitarbeiter schnell medizinisch versorgt werden, berichtete er vom geplanten Aufbau der neuen Sparte „Arbeitsmedizin“. Auch das stellte einen Grund dar, weshalb Schröder am Wirtschaftsfrühstück teilnahm – um mit Firmen in Kontakt zu treten.

Ebenfalls den meisten noch unbekannt ist Philip Mähler, der seit vergangenem Jahr das Zerbster Bau- und Liegenschafts- amt verstärkt. „Er ist für die Stadtplanung zuständig und Ihr Ansprechpartner zu Baurechtsfragen und Wirtschaftsförderung“, präsentierte Bürgermeister Dittmann den gebürtigen Thüringer den Anwesenden.