Fußball

Burger BC 08 hadert mit dem Verletzungspech

Der BBC kommt zwei Wochen vor dem Landesliga-Start nicht über 3:3 (2:3)-Unentschieden gegen die TSG Calbe hinaus.

Man hätte sich von den Burgern um Marcel Probst (r.) häufiger gewünscht, dass sie von der TSG nicht zu halten waren.
Man hätte sich von den Burgern um Marcel Probst (r.) häufiger gewünscht, dass sie von der TSG nicht zu halten waren. Foto: Falko Haltenhof

Calbe/Burg - Janik Friedrich hat die Chance erhalten, sich zu beweisen. Und der Youngster, der zuletzt im September 2020 für die Landesliga-Fußballer des Burger BC 08 auf dem Platz stand und hinter dem eine mehrmonatige Verletzungspause liegt, hätte gewiss eine Menge dafür getan, sie zu nutzen. Der 18-Jährige wetzte im Test beim Landesklasse-Vertreter in Calbe dann auch die rechte Seite hoch und runter, bis die 25. Minute heran- und die kuriert geglaubte Verletzung wieder aufbrach. „Sein Knöchel war sofort wieder dick. Das tat mir unheimlich leid für den Jungen“, gab Trainer Michael Hucke zerknirscht zu Protokoll. Und es machte die Sache kaum weniger erträglich, dass sich vor Friedrich bereits Marcus Schlüter (muskuläre Probleme) und nach ihm auch noch Franz Josef Möser (Hüftprobleme) unfreiwillig vorzeitig in den Feierabend verabschiedeten. Dass die 90 Minuten und das letztliche 3:3 (2:3)-Remis im Test bei der TSG zwei Wochen vor dem Ligastart etliche Mängel offenbarten, geriet dabei eigentlich zur Nebensache.

Auf jedem Fall wogen die drei Ausfälle schwerer als der Fehlstart, den die Gäste am Freitagabend hinlegten. Maik Adrian, der sich bei den Saalestädtern schon in den fußballerischen Vorruhestandstand namens „Stadtliga Magdeburg Alte Herren“ verabschiedet hatte, durfte so in der fünften und neunten Minute seine alte Klasse aufblitzen lassen und schoss das frühe 2:0 heraus. Der große Lichtblick beim BBC zeigte sich jedoch nur fünf Minuten später, als Christian Madaus einen Eckball von Möser einköpfte und Leo Lichtenberg es dem Abwehrroutinier in der 21. Minute gleichtat – 2:2. „Unsere Standardsituationen waren wirklich gut getreten und wenn sich dazu im Strafraum noch gut bewegt wird, entsteht zwangsläufig Torgefahr. Wie nehmen es als positiven Umstand mit, dass wir uns im Training also mit anderen Dingen beschäftigen können“, so Hucke.

Denn nicht nur beim Foulelfmeter, der die erneute TSG-Führung zur Folge hatte (45.), gaben die Burger keine gute Figur ab. Auch spielerisch blieb vieles in Ansätzen hängen. Ein Calbenser Eigentor – wiederum nach einem ruhenden Ball – sorgte immerhin dafür, dass der Auftritt nicht in der totalen Enttäuschung endete (73.). Dennoch: „Wie in den Wochen zuvor ist deutlich geworden, dass wir noch einige Baustellen zu bearbeiten haben.“

Burg: Micksch (46. Krüger) – Ch. Madaus (46. Schäfer), Gase, Lichtenberg, Wehrmann, J. Friedrich (25. Siemke), Westhause, Möser (46. Schmidt), Probst (46. Ulrich), Schlüter (9. Engel), Teege

Tore: 1:0, 2:0 Maik Adrian (5., 9.), 2:1 Christian Madaus (14.), 2:2 Leo Lichtenberg (21.), 3:2 Pascal Weber (45., FE), 3:3 Sebastian Zapke (73., ET); SR: k.A.; ZS: 26