Beachvolleyball

Den SV Pädagogik Schönebeck würdig vertreten

Die besten deutschen Beachvolleyballer der Altersklasse U16 waren im Salzlandkreis zu Gast. Im Beachcenter Barby war der SV Pädagogik Schönebeck Gastgeber für die erstmals ausgetragenen Deutschen Meisterschaften in dieser Altersklasse.

Von Michael Jacobs 20.07.2021, 14:45 • Aktualisiert: 20.07.2021, 16:58
Johanna Mädler (links) und Enna Lohmann vom SV Pädagogik Schönebeck durften dank einer Wild-Card an der Deutschen Meisterschaft in Barby teilnehmen. Das Duo verpasste dabei zwar einen Sieg, konnte am Ende mit der eigenen Leistung aber trotzdem sehr zufrieden sein.
Johanna Mädler (links) und Enna Lohmann vom SV Pädagogik Schönebeck durften dank einer Wild-Card an der Deutschen Meisterschaft in Barby teilnehmen. Das Duo verpasste dabei zwar einen Sieg, konnte am Ende mit der eigenen Leistung aber trotzdem sehr zufrieden sein. Foto: Tobias Zschäpe

Barby - Und die SVP-Verantwortlichen machten ihre Sache gut. Sie waren am Ende ebenso in aller Munde, wie die siegreichen Duos Juli Saier/Lena Stumböck (beide SV Kirchzarten) bei den Mädchen und Joke Johanning (Oldenburg) mit Partner Ole Sackermann (Laggenbeck) bei den Jungen. Dabei waren vor allem die beiden Jungen eine Klasse für sich. Sie marschierten ohne Satzverlust durch den gesamten Wettbewerb. Das Mädchen-Duo Saier/Stumböck hatte auf dem Weg ins Finale indes einen wesentlich steinigeren Weg. Im Finale dominierten beide dann aber auch und gaben insgesamt nur neun Punkte ab.

Wild-Card für Enna Lohmann und Johanna Mädler

Unterdessen konnten die Lokalmatadorinnen Enna Lohmann und Johanna Mädler, die dank einer Wild-Card mit dabei waren, nicht in den Kampf um den Deutschen Meistertitel eingreifen. Und dennoch zeigten die beiden Eigengewächse des SV Pädagogik, die nicht im Landeskader sind, was in ihnen steckt. In Vorrundengruppe E reichte es für die Debütantinnen nicht für einen Sieg, aber immerhin hielten die beiden gegen Mothes/Seidel (13:15, 9:15) im ersten Satz lange richtig gut dagegen und knöpften anschließend Palenczat/Vogel beim 15:17, 15:12, 7:15) zumindest einen Satz ab. Und auch im Duell mit Blanke/Szabó (14:16, 7:15) verlief der erste Satz sehr ausgeglichen. Auch im Platzierungsspiel gegen Förster/Meister durften die SVP-Spielerinnen beim 7:15 und 14:16 noch mal an einem Satzgewinn schnuppern.

Somit fiel auch das Fazit von Trainerin Marén Schulz im Nachgang positiv aus: „Für das was wir in lediglich sechs Wochen Training in Eigenregie machen konnten, war das ein richtig guter Erfolg. Auf diesem Niveau war es die erste Beachvolleyball-Erfahrung für die beiden und sie haben einen Satz gewonnen. Es ist eine stetige Entwicklung zu sehen und beide haben an Stabilität und Erfahrung gewonnen“, resümierte Schulz.

Die Trainerin berichtete auch, dass ihre Schützlinge große Motivation aus ihrer DM-Teilnahme ziehen und weiter engagiert im Bereich Beachvolleyball trainieren wollen. „Wir schauen schon, wo es noch Möglichkeiten gibt, an Turnieren teilzunehmen und bemühen uns auch darum, im Winter in der Halle in Aschersleben trainieren zu können“, berichtete Schulz.

Unter die Freude über den äußerst positiven Auftritt der beiden vereinseigenen Talente mischten sich bei den SVP-Verantwortlichen im Turnierverlauf aber auch große Sorgenfalten. Grund waren die Wetterkapriolen am ersten der drei Wettkampftage. Vor allem der starke Regen mit all den einhergehenden Folgen machte den Organisatoren zu schaffen. Dabei waren die Spieler, die wegen der Nässe auch gegen körperliche Kälte zu kämpfen hatten, besonders betroffen. „Zum Aufwärmen wurde dann natürlich öfter geduscht als normal, was zu Verstopfungen der Abflüsse führte“, berichtete Mathias Mädler vom SVP. Außerdem musste auch dem DJ kurzfristig geholfen werden, seine Technik vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen. Obendrein wurde kurzfristig auch noch ein Radlader gebraucht, der festgefahrene Autos auf den Parkplätzen befreite. In diesem Zusammenhang dankte Mädler auch allen Helfern und Sponsoren der Veranstaltung. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, Sponsoren aus der Region mit ins Boot zu holen um Unternehmen vor Ort zu stärken. Das war alles top und hat sich ausgezahlt“, lobte Mädler und bestätigte auch, dass der Wettbewerb kurz vor dem Abbruch stand. Doch schlussendlich rettete man sich über den ersten Tag und wurde an den beiden weiteren Spieltagen mit besserem Wetter belohnt.

Viel Lob für den SV Pädagogik Schönebeck

Dennoch schwingt das Regenwetter bei Mädler und seinen Mitstreitern noch immer nach: „Man kann die Veranstaltung schon als Wasser- und Schlammschlacht von Barby bezeichnen. Das war schon eine extreme Herausforderung“, so Mädler. Für die zukünftige Ausrichtung von Beachvolleyball-Events dieser Art sind die SVP-Verantwortlichen aber dennoch motiviert. Grund ist der allgemein positive Tenor aller Beteiligten. „Wir haben von allen Seiten sehr viel Lob bekommen“, freute sich Mathias Mädler.