Fußball

Kleinmühlinges neuer A-Jugend Coach Kevin Lindner hat klares Ziel

Kevin Lindner hat seinen neuen Posten als A-Jugend-Trainer des TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens eingenommen. Volksstimme-Mitarbeiter Kevin Sager sprach mit Lindner.

Kevin Lindner (am Ball) spielte sowohl für den Schönebecker SC als auch für den Schönebecker SV. Nach der Fusion beider Teams zu Union wechselte Lindner vom Platz an die Seitenlinie und betreute ein Jahr die A-Jugend.
Kevin Lindner (am Ball) spielte sowohl für den Schönebecker SC als auch für den Schönebecker SV. Nach der Fusion beider Teams zu Union wechselte Lindner vom Platz an die Seitenlinie und betreute ein Jahr die A-Jugend. Foto: Frank Nahrstedt

Volksstimme: Herr Lindner, wie sahen Ihre ersten sportlichen Schritte aus?

Kevin Lindner: Angefangen habe ich selbst im Nachwuchs der damaligen BSG Chemie Schönebeck. Später war ich dann noch beim Schönebecker SC tätig, bevor es mich in den Nachwuchs von Fortuna Magdeburg zog. Dort durfte ich unter Matthias Döschner spielen. Anschließend ging es in den Männerbereich, wo ich erste Erfahrungen in der Oberliga sammeln konnte. Nach dem Ausflug in die Landeshauptstadt ging es für mich zurück nach Schönebeck. Diesmal spielte ich für den Schönebecker SV. Nach einem zweijährigen Abstecher zur TSG Calbe ging es zurück zum SSV und dann zum SSC. Insgesamt habe ich in meiner Laufbahn drei Verbandsliga-Aufstiege erlebt. Meine Karriere habe ich dann beim SSC ausklingen lassen.

Dort wechselten Sie dann auch vom Spielfeld an die Seitenlinie?

Ich habe zu der Zeit schon interimsmäßig trainiert. Auch die Fusion zu Union Schönebeck habe ich noch miterlebt und ein Jahr lang die A-Jugend des Vereins trainiert.

Wie kam der Kontakt nach Kleinmühlingen zustande?

Das war, als ich beim SSC war. Da habe ich den Kontakt zu Mario Katte aufgebaut. So kam es auch, dass ich jetzt in Kleinmühlingen gelandet bin. Die vergangenen drei Jahre habe ich nichts gemacht. In Kleinmühlingen haben sie sich um Lösungen bemüht und bei mir angefragt.

Wie viel Überzeugungsarbeit war nötig?

Nicht viel. Ich brauchte nicht lange zu überlegen. Für mich ist das eine reizvolle Aufgabe.

Hatten Sie schon eine Möglichkeit, sich bei der Mannschaft vorzustellen?

Ich habe die Mannschaft schon kennengelernt und auch schon die erste Einheit zusammen mit meinem Co-Trainer Tobias Volk geleitet. Wir haben kleine Spielformen trainieren lassen, damit ich mir einen Eindruck verschaffen konnte.

Welchen ersten Eindruck konnten Sie gewinnen?

Es gibt immer Sachen, wo wir ansetzen müssen und auch wollen. Wir wollen den Jungs vieles mit auf den Weg geben, damit sie für den Männerbereich bestens gewappnet sind. Die Spieler der A-Jugend sollen in den Herrenmannschaften spielen. Wenn sie den richtigen Entwicklungsschub haben, dann sind einige Kandidaten bereit für den Sprung. Wir wollen sie entwickeln, damit sie eine Chance bekommen.

Haben Sie noch Kontakte, um den einen oder anderen Akteur zum TSV zu lotsen?

Das Problem des Spielermangels betrifft ja nicht nur uns. In der Stadt ist es wahrscheinlich leichter, junge Kicker zu finden. In der ländlichen Region ist das schon etwas schwieriger. Kontakte habe ich kaum noch welche. Ich werde aber nicht an Schulen fahren, um Spieler zu suchen. Wir hoffen, dass es sich herumspricht, dass die Qualität bei uns zunimmt und so der eine oder andere aus der Region auf uns aufmerksam wird. Wir setzen eher auf Leistung und Mundpropaganda.

In welcher Liga gehen Sie und Ihre Mannschaft künftig an den Start?

Das wird die Landesliga sein. Viele der Jungs haben vorher nur in der Kreisliga gekickt. Der Schritt in die Landesliga wird groß, aber ist nicht unmöglich. Inwieweit die Staffel im Endeffekt aussieht, kann ich aber noch nicht sagen. Alles ist möglich.

Was wollen Sie mit Ihrer Mannschaft erreichen?

Wir wollen uns in der Landesliga etablieren. Wir wollen auf keinen Fall Kanonenfutter sein und mit den anderen Teams mithalten. Ich denke, wir haben auch die Qualität dazu, diese Ziele zu erreichen. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass Kleinmühlingen weiterhin ein Dorfverein ist. Für jeden sollte weiterhin der Spaß im Vordergrund stehen. Das ist bei den Männern ähnlich. Die hohen Ziele werden nicht ausgegeben und das ist das Tolle. Hier kann man ruhig arbeiten und etwas aufbauen.

Kevin Lindner (l.) in der Saison 98/99. Damals kickte der Offensivmann für Fortuna Magdeburg.
Kevin Lindner (l.) in der Saison 98/99. Damals kickte der Offensivmann für Fortuna Magdeburg.
Foto: Jens Wolf