Handball

Lucas Marschall von der TSG Calbe präsentiert seine Top 7

Vier Jahre 3. Liga, dass ist ein unfassbarer Erfahrungsschatz den Handballer Lucas Marschall beim SV Anhalt Bernburg gesammelt hat. Doch nicht nur viele Erfahrungen hat der Rechtshänder gesammelt, sondern auch etliche gute Spieler kennengelernt. Die Besten hat der 25-Jährige, der inzwischen wieder bei seinem Heimatverein TSG Calbe aktiv ist, nun in einem Team zusammengestellt.

Von Michael Jacobs und Karolin Pilz
Spielmacher René Hulha hat seine Laufbahn in Calbe bereits beendet. Im Dream-Team von Lucas Marschall ist er aber gesetzt.
Spielmacher René Hulha hat seine Laufbahn in Calbe bereits beendet. Im Dream-Team von Lucas Marschall ist er aber gesetzt. Foto: Archiv

Calbe - „Eigentlich ist mir die Zusammenstellung der Top-Sieben nicht schwergefallen, drei bis vier Positionen waren von vornherein klar, da musste ich nicht viel überlegen“, sagt Lucas Marschall. Der Handballer von Sachsen-Anhalt-Ligist TSG Calbe präsentiert in der Volksstimme-Rubrik „Meine Top 7“ die besten Spieler und Trainer seiner bisherigen Laufbahn.

Tor

Max Folchert (HSG Ostsee, ehemals Bernburg): „In Bernburg ist Max als Torhüter für mich persönlich sehr wichtig gewesen. Seine Tipps und Ratschläge zur Verbesserung der Würfe und des Stellungsspiels waren unbezahlbar. Aufgrund seiner zahlreichen Erfahrungen aus anderen Vereinen war es mir immer eine große Freude gegen ihn anzutreten, wenn wir im Training den Fokus auf das Werfen legten. Mit ihm aufzulaufen war eine unbeschreiblich lehrreiche Zeit, die mich in meiner persönlichen Entwicklung einen großen Schritt voranbrachte.“

Linksaußen

Maximilian Weiß (TSG Calbe): „Des Öfteren habe ich die Heimspiele in Calbe verfolgt und bin von seiner Entwicklung beeindruckt. Sein Umschaltspiel ist hervorragend und damit ist Max vorm Tor auch sehr erfolgreich. Er ist nicht nur im Konterspiel einer von der schnellen Sorte, auch im Positionsabschluss ist er sehr sicher in seinen Torabschlüssen. Zudem hat er ein eindrucksvolles Spielverständnis, das gefällt mir gut.“

Rückraum Links

Steffen Cieszynski (HV Rot-Weiss Staßfurt): „Für mich ist er derjenige, der das beste Spielverständnis auf der Platte zeigt. Das Spiel des Gegners kann er überaus gut lesen und trifft anhand dessen fast immer die richtigen Entscheidungen. Für seinen Kreisspieler zeichnet ihn ein unglaubliches Auge aus, aber er versteht es auch, jeden anderen Mitspieler perfekt in Szene zu setzen. Darüber hinaus versenkt er auch selbst unzählige Bälle im Kasten.“

Rückraum Mitte

René Hulha (ehemals TSG Calbe): „Leider spielt ,Easy’ nicht mehr in Calbe. Als ich damals in den Herrenbereich wechselte, nahm er mich an die Hand und ließ mich von seinen Erfahrungen profitieren. Aufgrund seiner kleinen, quirligen Körperstatur und seiner Schnelligkeit war es für seine Gegenspieler stets eine große Herausforderung, ihn festzumachen.“

Kreismitte

Tim Ackermann (SV Anhalt Bernburg): „Tim ist einer der besten Kreisspieler, weil er es versteht für seine Mitspieler die Räume frei zu machen und Sperren zu stellen. Was er für schwierige Bälle fängt, ist wirklich einmalig. Ich habe selten einen Kreisspieler erlebt, der solchen Pässen habhaft werden kann und dann auch noch das Tor trifft. Das beeindruckt mich immer wieder!“

Rückraum Rechts

Gabor Pulay (Balatonfüredi KSE/Ungarn): „Er ist mittlerweile zurück nach Ungarn gegangen und spielt dort erste Liga. Gabor hat wirklich einen Schlangenarm. Sein unglaubliches Wurfrepertoire war unberechenbar für den Gegner, gepaart mit einer Präzision, die seinesgleichen suchte. Das war einmalig.“

Rechtsaußen

Nico Richter (SV Anhalt Bernburg): „Während meiner Zeit in Bernburg war er der Gegenpart zu meiner Position. Es waren stets schöne Duelle mit ihm auf den Außenpositionen. Auch er hat ein unglaubliches Wurfrepertoire und verwandelte sicher seine Abschlüsse. Bei einem Siebenmeter war er unheimlich nervenstark und gewann diese Duelle in den meisten Fällen.“

Trainer

„Diese Entscheidung fiel mir am schwersten, da es drei Personen sind, die meinen Werdegang prägten. Zunächst muss ich Frank und Heike Falke nennen: Beide prägten meine Jugend und brachten mich erst zum Handball. Aber auch Eckhard Rätzel hat einen großen Anteil an meiner Entwicklung. Er war mein Trainer in der Landesauswahl und forderte mich sehr, um auf ein noch besseres Level zu kommen.

Der Dritte im Bunde ist für mich Andreas Wiese. Wir stehen in einem regen und konstruktiven Austausch, das schätze ich sehr. Damit ist er auf dem besten Weg, in die Fußstapfen von Frank, Heike und Eckhard zu treten.“

Frank Falke war für Lucas Marschall einer der prägenden Trainer.
Frank Falke war für Lucas Marschall einer der prägenden Trainer.
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Steffen Cieszynski spielt aktuell im Staßfurter Rückraum.
Steffen Cieszynski spielt aktuell im Staßfurter Rückraum.
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Bereits im Nachwuchs spielte Lucas Marschall (am Ball) in Calbe und erlernte dort das komplette  Handball-ABC.
Bereits im Nachwuchs spielte Lucas Marschall (am Ball) in Calbe und erlernte dort das komplette Handball-ABC.
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„Sein Umschaltspiel ist hervorragend und damit ist er vor dem Tor auch sehr erfolgreich“, sagt Lucas Marschall über seinen Calbenser Teamkollegen Maximilian Weiß (rechts).
„Sein Umschaltspiel ist hervorragend und damit ist er vor dem Tor auch sehr erfolgreich“, sagt Lucas Marschall über seinen Calbenser Teamkollegen Maximilian Weiß (rechts).
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