Classic-Kegeln

Union 1861 Schönebeck bejubelt Pokalerfolg

Beim diesjährigen Wettkampf um den Landespokal der Classic-Kegler präsentierte sich Union Schönebeck nicht nur als guter Gastgeber, sondern war auch sportlich erfolgreich. Die Männer verteidigten ihren Titel, während die Frauen Rang drei belegten.

Der Titelverteidiger durfte auch diesmal über den Sieg jubeln. Der Landespokal bleibt mindestens ein weiteres Jahr in der Vitrine der Männer von  Union Schönebeck stehen.
Der Titelverteidiger durfte auch diesmal über den Sieg jubeln. Der Landespokal bleibt mindestens ein weiteres Jahr in der Vitrine der Männer von Union Schönebeck stehen. Foto: Verein

Schönebeck - Lars Schneidereit & Michael Jacobs

Der in Schönebeck ausgetragene Landespokal der Saison 2020/21 war ein erstes Anzeichen der Rückkehr zur gewohnten Normalität für die Keglerinnen und Kegler von Union 1861 Schönebeck. Ermöglicht wurde dies unter anderem vom Team der Grone-Bildungszentren Sachsen-Anhalt in Schönebeck, welches alle Anwesenden durch eine vor Ort durchgeführte PoC-Antigentestung als negativ auswies.

So konnte es anschließend im Modus Jeder-gegen-jeden in die Wettkämpfe gehen. Dabei wetteiferten acht Männerteams und fünf Frauenteams an zwei Tagen um die Titel. Beide Schönebecker Mannschaften waren gewillt, ihre Titel aus dem Jahr 2019 zu verteidigen. Normalerweise wird das Pokal-Finalturnier in Form von zwei Halbfinals und einem Finale ausgetragen, doch aufgrund der besonderen Umstände wurde der Modus geändert, so dass mehrere Teams mit je vier Spielern gleichzeitig gegeneinander antreten konnten.

Thomas Große eröffnet für Union 1861 Schönebeck

Für Schönebecks Männerteam ging zuerst Thomas Große an den Start und zeigte nach der langen Zwangspause ohne Kugel in der Hand einen soliden ersten Auftritt. Er brachte seine Farben mit 565 Kegeln und 24 erzielten Satzpunkten (SP) im ersten Durchgang gekonnt in Führung. Als zweiter Starter ging Lars Schneidereit auf die Bahnen und er stand seinem Teamkollegen in nichts nach. Weitere 24 SP und ein Ergebnis von 569 Kegeln festigten die Union-Führung zur Halbzeit.

Daraufhin war Satino Stacke an der Reihe, doch Schönebecks Jüngster hatte mehr Probleme als seine Vorgänger. Letztendlich kämpfte er sich noch auf 531 Kegel und steuerte 15 SP auf das Konto der Grün-Roten bei. In diesem Durchgang erspielte das Bernburger Duo Frank Joneleit/Andreas Fehse das beste Ergebnis des Tages mit sehr starken 590 Kegeln. Michael Barth sollte nun im Schlussakt den Start-Ziel-Sieg nach Hause bringen, doch große Schwankungen in seinem sonst sicheren Spiel, brachten die Konkurrenten wieder ins Spiel. So kam es dazu, dass vor der letzten Bahn die Mannschaft des KC Lok Köthen relativ weit in Front lag und Schönebeck auf einen Ausrutscher vom bis dahin sehr gut spielenden Mirko Weiß hoffen musste. Dieser trat auch völlig unerwartet ein und Barth sah seine Chance gekommen. Er setzte sein Team mit den letzten Würfen mit 556 Kegeln und seinerseits 18 SP wieder an die Spitze des Feldes und verwies Köthen und Schkopau auf die Plätze zwei und drei. Damit setzte sich Union 1861 Schönebeck gegen das große Aufgebot an Finalteilnehmern durch und verteidigte seinen Titel als Landespokalsieger erfolgreich.

Das Finalturnier der Frauen eröffnete am zweiten Wettkampftag Susann Koch für die Schönebeckerinnen. Sie erkämpfte sich bei 497 Kegeln zehn SP und reihte ihr Team an Position vier ein. Die ehemalige Schönebeckerin Laura Meyer brachte ihren TuS Leitzkau indes mit guten 538 Kegeln und 17 SP an die Spitze.

Als zweite Schönebeckerin griff Karolin Öhlschläger zur Kugel und zeigte eine gute Leistung. Ihre 533 Kegel bescherten den Grün-Roten 16 SP und den zwischenzeitlichen zweiten Platz.

Herber Rückschlag für die Frauen von Union 1861 Schönebeck

Im dritten Durchgang gab es dann aber einen herben Rückschlag für die Elbestädterinnen, denn Kerstin Focke zog sich auf ihrer zweiten Bahn eine Zerrung zu und musste verletzt ausgewechselt werden. Die eingewechselte Elke Fischer gab zwar ihr Bestes, war aber sichtlich nervös, was sich auf die Holzzahl auswirkte. Gemeinsam mit ihrer verletzten Kollegin kam sie auf 436 Kegel und 5,5 SP.

Als Schlussspielerin lag es nun an Mannschaftsleiterin Juliane Große, doch noch einen der Podestplätze für Union zu ergattern. Und Große spielte stark. Der Tagesbestwert von 540 Kegeln bedeutete weitere 16,5 SP für das Union-Team, das im Finalturnier abschließend den Bronzerang belegte. Der Ligakonkurrent aus Leitzkau behauptete indes seine Führung vor dem dritten Zweitligisten SV Germania Schafstädt.