Laufsport

Bode-Runners triumphieren beim Elbe-Brücken-Lauf

Nach langer Unterbrechung waren die Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung in Magdeburg wieder in Präsenz aktiv.

Geordnet und mit Abstand aber endlich wieder in Präsenz erfolgte der Startschuss zum diesjährigen 18. Elbe-Brücken-Lauf.
Geordnet und mit Abstand aber endlich wieder in Präsenz erfolgte der Startschuss zum diesjährigen 18. Elbe-Brücken-Lauf. Gaensefurther Sportbewegung

Magdeburg/Staßfurt - esc/tzs

Läufer sind auch nur Menschen, manchmal aber sehr disziplinierte und geduldige. Als sich 500 Starterinnen und Starter am vergangenen Wochenende in Magdeburg trafen, waren genau das die Tugenden, die für die Organisatoren der Magdebur- ger Laufkultur 08 besonders wichtig waren. Der erst Live-Wettkampf nach langer Unterbrechung ging mit dem Elbe-Brücken-Lauf in der Landeshauptstadt über die Bühne. „Dabei leistete der Verein eine hervorragende Arbeit und alle Teilnehmer hielten sich an die Vorgaben, damit diese Veranstaltung ein Erfolg werden konnte“, hielt Edgar Schmidtke, Bode-Runner der Gaensefurther Sportbewegung, nach seiner Teilnahme fest.

Und da Erfolg keine Einbahnstraße ist, dankten es die Sportlerinnen und Sportler der Region mit Top-Platzierungen in den Wertungsläufen. Die Bode-Runners trafen sich vor Ort mit befreundeten Sportlern des PSV Bernburg und motivierten sich gegenseitig. Beispielsweise liefen Alexander Topf (PSV), der pro Kilometer eine Zeit von unter fünf Minuten brauchte, und Schmidtke gemeinsam.

Es war bei allen Teilnehmern zu spüren, dass dieser gemeinsame Lauf nach langer „Enthaltsamkeit“ etwas Besonderes war und den Charme der Einmaligkeit in sich trug. Das beflügelte alle und so kamen am Ende Platzierungen heraus, die sich vor dem Rennen einige nur erträumt hatten.

Vorfreude auf kommende Wettkämpfe

Über 5,8 Kilometer und über einige Brücken der Landeshauptstadt hinweg erlief sich so Janine Wuwer in ihrer neuen Altersklasse W40 einen beachtlichen dritten Platz. Sozusagen ein Traumstart in die neue Laufsaison in einer Zeit von knapp über 30 Minuten, die Respekt abfordert und zeigt, dass auch für Wuwer eine Kilometerzeit von unter fünf Minuten in greifbare Nähe rückt. „Ich bin sehr zufrieden und freue mich schon sehr auf die kommenden Läufe, wie in Bernburg am Wochenende“, meinte die aus Förderstedt kommende Läuferin.

Für Christa Fümel, die von ihrem verletzungsbedingt nicht startenden Mann Harald nach Magdeburg begleitet wurde, war die Zeit von knapp über einer Stunde für 10,2 Kilometer gleichbedeutend mit dem ersten Platz in ihrer Altersklasse. Dabei zeigte sich vor allem auch in der tollen Zeit ihre vielseitige Trainingsausrichtung, denn Fümel ist sportlich auch oft mit dem Rad unterwegs und diese Vielseitigkeit hilft dabei, die Laufleistung zu verbessern. „Ich freue mich auch über unsere tolle Teamleistung“, sagte die in Egeln wohnende Läuferin, die am Sonnabend ebenfalls in Bernburg an den Start geht.

Alexander Topf (PSV Bernburg), Christa Fümel, Edgar Schmidtke, Jürgen Günther (v.l.) liefen einen Großteil der Strecke gemeinsam.
Alexander Topf (PSV Bernburg), Christa Fümel, Edgar Schmidtke, Jürgen Günther (v.l.) liefen einen Großteil der Strecke gemeinsam.
Gaensefurther Sportbewegung

Nicht ganz zufrieden mit der Zeit, aber dafür mit der Platzierung, war Edgar Schmidtke, der mit 46:32 Minuten in seiner Altersklasse M55 den ersten Platz belegte. „Im Training sind 180 Schritte pro Minute und eine Zeit unter 45 Minuten für zehn Kilometer schon drin, aber bei unbekannter Strecke ist es eben schwieriger“, so sein Fazit. „Einige Anstiege zu den Brücken kosten schon Zeit, aber dafür war die Strecke an der Elbe entlang und auch in der Stadt landschaftlich reizvoll. Dafür investiere ich doch gern mehr Zeit, um mir das in Ruhe beim Laufen anzusehen“, meinte der Läufer aus Staßfurt augenzwinkernd. Mit seiner Zeit erreichte er dennoch unter insgesamt 201 Startern einen respektablen zwölften Platz in der Wertung aller Altersklassen.

Gutes Gesamtergebnis für die Bode-Runners

Zufrieden mit seiner Laufzeit von 54 Minuten zeigte sich auch Jürgen Günter, der damit zwar einen Podestplatz als Vierter nur um wenige Sekunden verpasste, aber anschließend bei seinem naheliegenden Bungalow in Gommern gut regenerieren konnte. „Der Saisonstart war prima, mal sehen, was ich nun bei den hoffentlich noch vielen folgenden Läufen leisten kann.“

Komplettiert wurde das gute Ergebnis der Gaensefurther Sportbewegung von den Sportlern des befreundeten PSV Bernburg. Jens Stampnik wurde mit 45:54 Minuten Erster seiner Altersklasse M35. Alexander Topf belegte in 50:00 Minuten in der selben Altersklasse Platz drei. „Ich wollte über zehn Kilometer unter 50 Minuten bleiben. Das ist mir gelungen, denn die Strecke war ja 10,2 Kilometer lang“, freute sich der Magdeburger. Stampnik, der gern nach Gefühl und nicht nach Zeit läuft, zeigte sich ebenfalls zufrieden. „Es war ein schöner Lauf und endlich geht es wieder gemeinsam los am Start,“ meinte er nach dem Lauf.

Das lohnende Ziel: Die Medaillen des Elbe-Brücken-Laufes in den Händen der Bode-Runners.
Das lohnende Ziel: Die Medaillen des Elbe-Brücken-Laufes in den Händen der Bode-Runners.
Gaensefurther Sportbewegung

Für die Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung, die zu viert nach Magdeburg aufgebrochen sind, um gemeinsam zu laufen, ist es ein wenig so, wie von Alexandre Dumas in seinem Romanklassiker „Die vier Musketiere“ beschrieben: „Sie zogen aus, um zu siegen“. Das haben sie getan und die Ergebnisse sind „für einen Start in die hoffentlich lange Laufsaison – kurz zusammengefasst – perfekt“, so das einhellige Fazit.