Fußball

SV 09 Staßfurt erreicht Endspiel im Sparkassen-Cup

Im Duell der beiden Vorjahresfinalisten des Sparkassen-Cups setzte sich Titelverteidiger SV 09 Staßfurt mit 7:4 (4:1) gegen Union Schönebeck durch.

Einen Schritt schneller als der Gegner waren Marcel Pusch (r.) und der SV 09 Staßfurt im Halbfinale des Sparkassen-Cups oftmals gegen die Gäste aus Schönebeck.
Einen Schritt schneller als der Gegner waren Marcel Pusch (r.) und der SV 09 Staßfurt im Halbfinale des Sparkassen-Cups oftmals gegen die Gäste aus Schönebeck. Foto: Sven Brückner

Staßfurt - hla/tzs

Beide Mannschaften schienen gehörigen Respekt voreinander zu haben, dennoch dauerte es nicht lange, bis das erste Tor fiel. Nach schnellem Umkehrspiel konnte Union-Keeper Leon Pascal Jaffke noch glänzend eingreifen, war aber beim Kopfballabstauber von Nick Pumptow (7.) machtlos. Doch die Gäste setzten sofort energisch nach und Marcus Bolze nutzte eine Unstimmigkeit in der 09-Abwehr clever zum schnellen 1:1 (9.). Doch nach der fulminanten Anfangsphase, ließ das Spieltempo angesichts der äußeren Bedingungen nach. So verlagerte sich das Spielgeschehen zwischen beide Strafräume und lebte von den Zweikämpfen.

Vermeintliche Vorentscheidung zur Pause

So war es wenig verwunderlich, dass der nächste Treffer nach einer Standardsituation fiel. Während bei einem Staßfurter Freistoß alle mit einer Flanke rechneten, zeigte sich Marcel Pusch schlitzohrig und überraschte den Union-Keeper mit einen Torschuss, der zum 2:1 im Netz einschlug. Die Gäste zeigen sich geschockt, was die Gastgeber nutzten, um das Tempo anzuziehen. So gab es immer wieder Lücken in der Union-Abwehr, die die Bodestädter per Doppelschlag zur 4:1-Pausenführung nutzten.

Nach der Pause kam die Platzelf erneut besser aus den Startlöchern und drückte die Gäste in die eigene Hälfte. Ähnlich wie vor dem 2:1 war es erneut ein Pusch-Freistoß, der die vermeintliche Vorentscheidung zum 5:1 (49.) einbrachte. Die Gäste wirken nun in der Abwehr völlig unorganisiert, so dass der Doppelschlag durch Nick Pumptow (51.) kaum überraschte. In der Folge schalteten die Bodestädter – wohl mit Gedanken an das Endspiel – einen Gang zurück.

Schönebecker Comeback bleibt ohne Happy End

Doch die Unioner witterten noch einmal Morgenluft. Vor allem Marcus Bolze sorgte immer mehr für Gefahr vor dem gegnerischen Tor und belohnte sich mit seinem zweiten Treffer. Mit dem Mut der Verzweiflung blieben die Elbestädter am Drücker und kamen durch Karsten Bethke gleich zweimal zum Erfolg (71., 77.). Doch zu mehr reichte es an diesem Abend nicht mehr. Ein Eigentor in der 90. Minute beendete endgültig alle Schönebecker Hoffnungen. Staßfurts Keeper Dave Nöpel musste in der Nachspielzeit noch zweimal gegen Erik Nordmann eingreifen, doch der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr.

Tore: 1:0 Nick Pumptow (7.), 1:1 Marcus Bolze (9.), 2:1 Marcel Pusch (27.), 3:1 Marc Burdack (31.), 4:1 Nick Pumptow (33.), 5:1 Marcel Pusch (49.), 6:1 Nick Pumptow (51.), 6:2 Marcus Bolze (63.), 6:3, 6:4 Karsten Bethke (71., 77.), 7:4 Michel Simon Treusch (ET, 90.); Schiedsrichter: Sebastian Schulz (Bernburg), Zuschauer: 300