Fußball

Seidel-Holland macht es zweistellig für den 1. FC Lok Stendal

Der Fußball-Oberligist 1.FC Lok Stendal hat einen ersten Test mit einem hohen Sieg abgeschlossen. Gegner MTV Dannenberg wurde mit 15:1-Toren überrollt.

Von Uwe Meyer
Angelos Ntais (rechts) brachte nochmal Schwung in das Spiel von Lok Stendal.
Angelos Ntais (rechts) brachte nochmal Schwung in das Spiel von Lok Stendal. Fotos: Uwe Meyer

Stendal - Die Partie war natürlich kein Maßstab für die anstehenden Spiele in der Liga. Da kam vom Kontrahenten sehr wenig Gegenwehr.

Personell konnte Trainer Jörn Schulz nicht ganz aus dem vollen Schöpfen. Felix Knoblich musste nach einem Muskelfaserriss in der Wade passen, fällt noch einige Tage aus. Auch Niklas Bittner, Verletzung am Rücken, blieb unten. Der kürzlich verpflichtete Dimas Daramaras machte zwar das Aufwärmprogramm der Ersatzspieler mit, bekam aber keinen Einsatz.

Zudem gab es noch eine Überraschung. Torwart John Ziesmann bleibt in den Reihen der Lok-Kicker. Eigentlich war sein Abgang zum Möringer SV schon beschlossen, doch Lok zog eine Klausel im Vertrag, so dass er weiter dem Oberligisten angehört. Dies scheint auch seine Gründe zu haben. Die eigentliche Nummer eins Brian Giebichenstein scheint nicht mehr für die Altmärker auflaufen zu wollen. „Seine offizielle Abmeldung liegt noch nicht vor. Er hat sich am Montag zum Auftakt abgemeldet“, so der sportliche Leiter Guido Klautzsch. Auch bei Philipp Groß, der sich schon länger mit dem Gedanken trägt nicht weiter zu machen, stehen die Zeichen auf Abschied.

Zum Spiel: Trainer Jörn Schulz ließ eine Dreierkette in der Abwehr mit Lorenz Balliet, Johannes Mahrhold und Paul Schönburg spielen. Zentral im Mittelfeld agierten Mattes Flöther und in der offensiveren Rolle Lukas Breda. Maurice Schmidt und Benjamin Bubke beackerten die Außenbahn. Niklas Buschke stieß zwar oft in die Spitze, dort tummelten sich aber noch etwas offensiver Tim Seidel-Holland und Lukas Pfeiffer.

Dannenberg ließ sich zunächst nicht aus der Ruhe bringen. Lok schien erstmal zu schauen, was der Gegner so macht. Buschke knallte die Kugel nach fünf Minuten an den Pfosten. Im Gegenzug traf Dannenberg das Außennetz. Als der Uhrzeiger bei Minute elf stand brach es dann aber über den MTV her. Nach einem Foul an Seidel-Holland, zentral 18 Meter vor dem Kasten, semmelte Buschke die Kugel zum 1:0 in die Maschen. Der Ball schlug im Torwarteck ein und rutschte Schlussmann Piekuth unter den Armen durch. Dies war aber der einzige Fehler vom Gästetorwart. Seine Vorderleute verloren da viel eher die Übersicht. Pfeiffer und Seidel-Holland, mit energischem Einsatz, erhöhten auf 3:0.

Dannenberg wurde immer wieder überrannt. Schmidt bediente Buschke, der zum 4:0 locker netzte. Seidel Holland wusch 60 Sekunden später zum 5:0 nach. „Was ist das für ein Abwehrverhalten“, hallte es von der Gästebank. Auch Lok-Coach Jörn Schulz meldete sich bei einem etwas verunglückten Pass von Lukas Breda. „Den hauen sie uns in der Oberliga um die Ohren.“

Da waren noch keine 20 Minuten gespielt. Lok blieb im Torrausch. Per Doppelpack gelang Pfeiffer das 7:0. Erst danach nahm die Schulz-Elf etwas den Fuß vom Gaspedal. Trotzdem gab es weitere gefährliche Szenen. Doch nach einer halben Stunde war der Gast im Stendaler Strafraum und plötzlich ertönte der Elferpfiff von Schiri Michael Damke. Tsvetosar Davidov versenkte sicher zum 1:7. Bei der zweiten gefährlichen Aktion des Gastes war Torwart Martin Hermenau wach und wehrte mit dem Fuß ab. Schließlich gab es noch vor der Pause das 8:1. Ein satter Strahl von Lukas Breda brachte das Netz zum wölben. Mit dem Pausenpfiff lenkte Keeper Piekuth noch einen Schuss von Buschke über die Latte.

Nach dem Seitenwechsel kamen zunächst Max Salge, Steven Schubert und Philipp Werner auf den Rasen. Letzterer führte sich stark ein, erobert die Kugel und bediente mustergültig Buschke, der sehenswert per Kopfball vollendete. Kurz darauf traf Seidel-Holland zum 10:1 und machte es zweistellig. Kurz darauf war sein Arbeitstag damit vorbei. Amadou Sall kam für ihn rein, vollstreckte Augenblicke später zum 11:1. Weitere Wechsel brachen den Rhythmus.

Ungeplant für den angeschlagenen Philipp Werner gab dann doch noch Angelos Ntais, der erst Freitag zum Team stieß, sein Debüt. Der Grieche sorgte gleich für Schwung, belohnte sich mit dem 12:1. Lorenz Balliet, Samsi Diallo und Steven Schubert, vom Punkt, erhöhten zum 15:1-Endstand. Die Gäste schossen noch einen weiteren Strafstoß über das Gehäuse. „Es war ein gutes Spiel von uns. Wir haben vorher einige Sachen besprochen, die wir umsetzen wollten. Der Gegner hat natürlich keinen Druck auf uns ausgeübt. Wichtig war, dass wir die erste Trainingswoche gut abgeschlossen haben“, so Coach Jörn Schulz.

Lukas Breda (rechts), der einmal erfolgreich war,  nimmt es hier mit zwei Gegenspielern auf.
Lukas Breda (rechts), der einmal erfolgreich war, nimmt es hier mit zwei Gegenspielern auf.
Foto: Uwe Meyer
Niklas Buschke kann hier in der Anfangsphase einen seiner Treffer markieren.
Niklas Buschke kann hier in der Anfangsphase einen seiner Treffer markieren.
Foto: Uwe Meyer
Steven Schubert hatte mit Schiedsrichter Michael Damke seinen Spaß, verwandelte einen Elfer zum 15:1.
Steven Schubert hatte mit Schiedsrichter Michael Damke seinen Spaß, verwandelte einen Elfer zum 15:1.
Foto: Uwe Meyer