Fußball

TuS Wahrburg und Post Stendal steigen auf

Der TuS Wahrburg wird in der kommenden Saison in der Fußball-Landesliga spielen. Auch der Post SV Stendal steigt auf und spielt künftig in der Landesklasse.

Von Frank Kowar
Der TuS Siegfried Wahrburg (Erster der Landesklasse, Staffel 1), hier mit Tobias Heyder (rechts), nimmt das Aufstiegsrecht wahr und spielt in der kommenden Saison Fußball-Landesliga.
Der TuS Siegfried Wahrburg (Erster der Landesklasse, Staffel 1), hier mit Tobias Heyder (rechts), nimmt das Aufstiegsrecht wahr und spielt in der kommenden Saison Fußball-Landesliga. Foto: Frank Kowar

Stendal - Der Fußball-Landesverband Sachsen-Anhalt (FSA) hatte den Staffelersten der Landesligen und Landesklassen nach Abbruch der Saison (und nur sieben Saisonspielen) das Aufstiegsrecht eingeräumt.

Es gab verschiedene Perspektiven, die ihre Berechtigung haben. Wir sind sowohl im Bereich des Vorstands als auch bei unserer sportlichen Führung, dem Trainerstab und unserer Mannschaft sehr gut aufgestellt. Wir haben großes Vertrauen in alle handelnden Personen und sind davon überzeugt, dass wir in dieser Konstellation auch dauerhaft in der Landesliga eine Rolle spielen können.

Steffen Brandenburger, stellvertretender Vorsitzender des TuS Wahrburg In den vergangenen Wochen gab somit in einigen Vereinen viel zu besprechen. Trotz Lockdown und Stillstand des Sports mussten viele Dinge diskutiert und entschieden werden.

So hat Saxonia Tangermünde (Erster der Landesliga Nord) auf das Aufstiegsrecht in die Verbandsliga verzichtet. Anders hat man sich beim TuS Siegfried 09 Wahrburg (Erster der Landesklasse, Staffel 1) entschieden. Das Team von Trainer Robert Riep nimmt das Angebot an und steigt in die Landesliga auf.

„Einer der wichtigsten Punkte war hierbei, unsere sportliche Ausrichtung im Hinblick auf das vom FSA eingeräumte Aufstiegsrecht. Die Beantwortung der Frage war nicht ganz einfach, da es eine Entscheidung mit Tragweite ist. Hinzu kommt der Umstand, dass lediglich sieben Saisonspiele absolviert wurden und die Bewertung aufgrund dieses kleinen Ausschnittes erfolgen musste. Schlussendlich überwogen die Argumente, das Aufstiegsrecht wahrzunehmen und offiziell zu hinterlegen. Unser TuS „Siegfried“ 09 tritt demnach in der neuen Spielzeit in der Landesliga an“, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins.

„Es gab am Ende verschiedene Perspektiven, die allesamt ihre Berechtigung haben. Wir sind sowohl im Bereich des Vorstands, als auch bei unserer sportlichen Führung, dem Trainerstab und insbesondere unserer Mannschaft sehr gut aufgestellt. Wir haben großes Vertrauen in alle handelnden Personen und sind davon überzeugt, dass wir in dieser Konstellation auch dauerhaft in der Landesliga eine Rolle spielen können. Unsere Mannschaft hat in den leider nur sieben stattgefundenen Spielen überzeugend deutlich gemacht, welchen Anspruch sie hat. Jetzt überwiegt ganz klar die Vorfreude auf die Herausforderung. Wir gehen das Projekt als gesamter Verein an, jeder Einzelne ist wichtig“, sagte Steffen Brandenburger, stellvertretender Vorsitzender des TuS Wahrburg zur Entscheidung.

Darüber hinaus gibt es für die Wahrburger höchstwahrscheinlich gleich doppelten Grund zur Freude auf die Landesliga. Die D-Junioren mit dem Trainerteam Felix Belling, Erik Lüsch und Danny Schneider gehen voraussichtlich ebenfalls eine Etage höher. Platz zwei und der Verzicht der anderen Mannschaften führten zu dieser Gelegenheit, die der Verein ebenfalls wahrnehmen will. Für die jungen Stendaler wäre das sehr erfreulich und gleichzeitig auch Lohn für die tolle Arbeit ihrer Nachwuchstrainer.

Vom TuS Wahrburg gibt es auch gleich noch eine offizielle Information: Am 12./13. Juni 2021 findet planmäßig auf der Sportanlage des Vereins die „René Tretschok Fußballschule“ für den Nachwuchs statt.

Am 31. Mai lagen auch dem Kreisfachverband Fußball Altmark-Ost (KFV) alle Meldungen hinsichtlich eines möglichen Aufstiegs in die nächsthöhere Spielklasse aus allen Herrenspielklassen auf Kreisebene vor. Im Rahmen der durch den Fußballverband Sachsen-Anhalt eingeräumten Gestaltungsfreiheiten für Spielklassenaufstiege aus kreislichen Ligen eigene Regelungen zu treffen, hat sich das Präsidium des KFV dazu entschlossen, die ersten drei aufstiegsberechtigten Vereine gemäß der Abschlusstabelle nach der Quotientenregelung für 2020/21 für einen möglichen Aufstieg nacheinander zu berücksichtigen.

FC Insel geht für Schernebeck in die Kreisliga

In der 1. Kreisklasse verzichtet die SG Freundschaft Schernebeck als Staffelführender auf sein Aufstiegsrecht. Somit nahm der Zweitplatzierte, der 1. FC Insel, das Aufstiegsrecht wahr und startet ab der kommenden Saison in der Kreisliga.

Grün-Weiß Staffelde spielt Kreisoberliga

In der Kreisliga darf sich der SV Grün-Weiß Staffelde als Staffelsieger über den Aufstieg ins Kreisoberhaus (Kreisoberliga) freuen.

Gleich zwei Vereine verzichteten in der Kreisoberliga auf einen Aufstieg in die Landesklasse.

Havelberg/Kamern und Uetz verzichten

Mit der SpVgg Havelberg/Kamern und dem VfB Elbe Uetz treten die bestplatzierten Kreisoberligisten auch im nächsten Jahr wieder in der höchsten Spielklasse auf Kreisebene an. Der dritte und letzte mögliche Aufsteiger (der Drittplatzierte SG Bismark II/Kläden ist nicht aufstiegsberechtigt), der Post SV Stendal, signalisierte dagegen seine Aufstiegsabsichten und greift nach einigen Jahren Abstinenz nun wieder ins überregionale Fußballgeschehen ein.

Derzeit werden die Vorbereitungen für die neue Saison und die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorangetrieben. Dazu werden alle Vereine in den nächsten Tagen per DFBnet-Postfach informiert. Langsam rollt der Ball wieder.

Rico Goroncy (Post SV Stendal) ist wieder Vorsitzender eines Vereines, der in der Fußball-Landesklasse spielt.
Rico Goroncy (Post SV Stendal) ist wieder Vorsitzender eines Vereines, der in der Fußball-Landesklasse spielt.
Foto: Frank Kowar