Fußball

Oberliga-Duo wechselt zum SV Westerhausen

Der SV 1890 Westerhausen zählt zur neuen Serie mit seinen Neuverpflichtungen zu den Favoriten auf die Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga.

Mit Tim Kolzenburg (links) und Denis Neumann hat sich der SV 1890 Westerhausen für die neue Verbandsliga-Saison zwei Stammkräfte des Oberligisten 1. FC Lok Stendal an den Wolfsberg geholt.
Mit Tim Kolzenburg (links) und Denis Neumann hat sich der SV 1890 Westerhausen für die neue Verbandsliga-Saison zwei Stammkräfte des Oberligisten 1. FC Lok Stendal an den Wolfsberg geholt. Foto: Hannes Wendorff

Mit Denis Neumann und Tim Kolzenburg hat die Wolfsberg-Elf zwei Leistungsträger von Oberligist 1. FC Lok Stendal geholt. Der SV Westerhausen bastelt weiter fleißig am Gesicht der Zukunft. Nachdem der Verbandsligist seinen Kader mit Kevin Zimmermann, dem talentierten Kai Lasse Brahmann, dem routinierten Florian Köhler und dem Transfer-Coup aus der Regionalliga, Marcel Franceschi, bereits ordentlich aufgerüstet hat, schließt sich nun auch noch ein offensives Duo aus der Oberliga der Wolfsberg-Elf an.

Mit Denis Neumann und Tim Kolzenburg wechseln zwei Oberliga-erfahrene Akteure zum Team von Trainer Marco Wagner. Beide spielten in den letzten beiden Saisons beim 1. FC Lok Stendal in der Oberliga Nord und gehen nun auf Torejagd in der Verbandsliga. Vor allem Denis Neumann ist dabei kein Unbekannter, der Angreifer hat seine Treffsicherheit dabei beachtlich unter Beweis gestellt und kommt so in der fünften Liga auf 38 Treffer und über 20 Assists in 99 Spielen. Aber auch die Verbandsliga ist für den beidfüßigen Offensivspieler nichts neues, so ging der 30-Jährige bereits für den SV Fortuna Magdeburg und den FSV Barleben auf Torejagd in der Beletage Sachsen-Anhalts.

Aber auch Tim Kolzenburg bringt es trotz seiner erst 25?Jahre bereits auf 133 Partien in Landes-, Verbands- und Oberliga. Bis zu den A-Junioren wurde der Magdeburger beim FCM ausgebildet, um dann über den Burger BC und den FSV Barleben zum 1.?FC?Lok Stendal zu wechseln. Der Lehramtsstudent fühlt sich im Zentrum am wohlsten und wird so dabei helfen seinen Kumpel im Sturm mehr und mehr mit Anspielen zu füttern.Denis ist genau der Stürmertyp, den wir gesucht haben.

Sehr zufrieden ist dabei auch Trainer Marco Wagner mit den beiden Neuzugängen. „Denis ist genau der Stürmertyp, den wir gesucht haben. Wir hatten sehr gute und intensive Gespräche, es war für ihn nicht leicht Stendal zu verlassen, das wussten wir auch. Wir haben Denis dabei auch klar unsere Marschroute präsentiert und den sportlichen Anreiz aufgezeigt. Und auch deswegen freuen wir uns, dass er sich nun für uns entschieden hat“, sagt der Übungsleiter.

Bei Mittelfeldspieler Tim Kolzenburg war es etwas anders. „Dadurch, dass uns Lucas Ribas verlassen hat und wieder in Brasilien ist, wurde noch eine Position im Mittelfeld frei, die wir mit Tim nun sehr, sehr gut besetzt haben. Mit Tim bekommen wir einen sehr gut ausgebildeten Spieler dazu, den ich auch noch aus unseren Duellen mit dem FSV Barleben kenne. Auch wenn diese Personalie kurzfristiger kam, so haben wir nun eine super Besetzung im Mittelfeld“, erklärt Marco Wagner.

Aber was sagen den die beiden Spieler zu ihren Zielen mit der Wolfsberg-Elf? Für Torjäger Denis Neumann ist dieses klar: „Ich möchte mit Westerhausen richtig oben angreifen und dann auch gerne nochmal die Torjägerkanone holen.“ Tim Kolzenburg gibt sich indes etwas zurückhaltender: „Ich möchte meinem Team dabei helfen, die gesteckten Ziele zu erreichen und habe natürlich auch den Anspruch, mir einen Stammplatz zu sichern. Und dann schauen wir mal, wo es hingeht, ich komme ja aus der Oberliga – vielleicht geht es ja zurück in diese Richtung.“

Während in Westerhausen die Freude über die Verpflichtung der beiden Spieler groß ist, sind die Verantwortlichen in Stendal ziemlich angefressen. „Nachdem beide Jungs vor wenigen Wochen bereits ihre mündliche Zusage zum Verbleib in Stendal gegeben haben, war ich gelinde gesagt mehr als überrascht und menschlich enttäuscht, über drei Ecken am Freitag zu erfahren, dass beide den Verein verlassen“, ärgert sich Guido Klautzsch, Sportlicher Leiter beim altmärkischen Traditionsclub Lok Stendal.