Tennis

TC Wernigerode hat direkten Wiederaufstieg im Visier

Der 1. TC Wernigerode verabschiedet sich mit einem Lächeln aus der Tennis-Bundesliga.

26.08.2021, 08:07 • Aktualisiert: 26.08.2021, 08:44
Die Mannschaft des TC Wernigerode spielt in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga.
Die Mannschaft des TC Wernigerode spielt in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga. Foto: Verein

Wernigerode - tcw

Gegen den Tabellenzweiten Espelkamp-Mittwald gab es zum Abschluss kürzlich eine 2:7-Niederlage. Doch der Wiederaufstieg ist schon fest im Blick. Nach der unglücklichen Pleite vor zwei Wochen beim nunmehr Mitabsteiger KHTC Köln, war der Abstieg für Wernigerode bereits klar. Daher stand das letzte Spiel nun ganz im Zeichen des Abschieds. So ging es vor dem Duell gegen den Tabellenzweiten Espelkamp-Mittwald für den TC Wernigerode ein letztes Mal auch darum, sich einzuschwören auf den Zusammenhalt. Noch einmal galt es, Spaß zu haben.

Was das Punktspiel selbst betrifft, war es Mannschaftsführer Stephan Sterzik vor allem wichtig, dass alle Spieler am letzten Spieltag noch einmal zum Einsatz kamen. Daher wurde mächtig durchrotiert. Dennoch sollte sich den zahlreichen Zuschauern nochmals gut verkauft werden.

Dass der Gegner mit seinen Topspielern auch in Wernigerode anreiste, machte es für die Zuschauer umso attraktiver, für die TC-Mannschaft aber nicht leichter. So sahen die Tennisfans gerade im Spitzeneinzel zwischen dem Tschechen Martin Fafl und dem bis dato in der Liga unbezwungenen Franzosen Josselin Ouanna, immerhin die ehemalige Nummer 88 der Welt bei den Herren, teilweise spektakuläre Ballwechsel. Martin Kamenik bot der ehemaligen Nummer 256 der Welt, dem Italiener Enrico Burzi, einen verbissenen Kampf auf Augenhöhe und auch Marek Dvorak, der abermals sein Einzel sowie, an der Seite seines Landsmannes Kamenik, sein Doppel gewinnen konnte, überzeugte spielerisch.

Am Ende war das 2:7 aber eher Nebensache. Spieler, Zuschauer und Verein genossen ein letztes Mal die Bundesliga-Atmosphäre. Dass die Mannschaft trotz des Abstiegs stolz auf sich sein kann, steht außer Frage. Niemand konnte und durfte die stets hart umkämpften und oft unglücklichen Niederlagen, wenn man das vorherrschende Spieler- und Mannschaftsniveau der Liga realistisch betrachtet, in ihrer Knappheit so vor dem Saisonstart erwarten. Mit ein wenig Glück wäre der ein oder andere Sieg mehr, ja damit auch der Ligaverbleib, durchaus möglich gewesen.

Im nächsten Jahr will das Team des 1. TC Wernigerode nun in der Regionalliga angreifen. Der direkte Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse Deutschlands ist das erklärte Ziel.