Classic-Kegeln

Zerbst holt sich im Trainingslager den letzten Feinschliff

Beim Bayernligisten SC Luhe-Wildenau bestritten die Zerbster Bundesliga-Kegler vom SKV Rot Weiß ihr nächstes Vorbereitungsspiel auf die neue Spielzeit 2021/22.

Die Zerbster konnten beim SC Luhe-Wildenau überzeugen. Sie spielten auf der neuen Bahnanlage zwei Rekorde: Einzel- und Mannschafts-Bahnrekord.
Die Zerbster konnten beim SC Luhe-Wildenau überzeugen. Sie spielten auf der neuen Bahnanlage zwei Rekorde: Einzel- und Mannschafts-Bahnrekord. Foto: Martin Herold

Simone Zander - Luhe-Wildenau

Der Verein aus der Oberpfalz hatte den deutschen Rekordmeister zur Einweihung seiner neuen Kegelbahn eingeladen. Die Bahnrekorde stehen nun gleich auf einem extrem hohen Niveau und werden wohl auch einige Zeit nicht zu toppen sein.

Tolle Frühform

Die Zerbster zeigten schon eine tolle Frühform – zumindest einige. Dazu gehörte der Tagesbeste Christian Wilke. Mit drei überragenden Bahnen (181, 201, 164) und dem stärksten Abräumergebnis (280) deklassierte er Daniel Wutz nach 3:1 Sätzen und hervorragenden 683:571 Kegeln.

Auch Manuel Weiß überzeugte voll und ganz. Er bezwang Manuel Kessler ebenfalls nach 3:1 Sätzen und mit sehr guten 658:600 Kegeln.

Robert Ernjesi startete mit einer 171er Bahn stark, hatte aber mit Jan Sandler einen starken Gegner. Sandler konnte zwar mit 421 Kegeln das beste Volle-Resultat der Gastgeber vorweisen, verlor am Ende aber mit 1:3 nach Satzpunkten (SP) und 611:627 Kegeln.

Daniel Aubelj erwischte einen sehr guten Tag. Er verlor nur den ersten Satz gegen Christoph Kaiser. Vor allem im Räumen zeigte er seine Stärke (256). Am Ende standen 660:610 Kegel und der nächste MP an der Anzeige.

Teamchef Timo Hoffmann musste ebenso nur Satz eins an Marco Maier abgeben. Mit starken 653:561 Kegeln ließ er Maier keine Chance.

Igor Kovacic hatte gegen das Duo Patrick Fickenscher/Manuel Ottorepetz ebenso wenige Probleme. Mit 4:0 SP und 623:509 Kegeln stand der sechste MP an der Anzeigetafel.

Timo Hoffmann musste dann ein zweites Mal ran. Da Dominik Kunze am Freitag erstmals Vater wurde, durfte er sein Glück mit seiner kleinen Familie genießen. Hoffmann konnte sich nochmals steigern. Er besiegte Tobias Grünwald mit 4:0 und 657:555 Kegeln.

Jürgen Pointinger spielte gegen Gert Erben vier fast gleichmäßige Bahnen und bezwang ihn klar und deutlich mit 4:0 SP und 629:523 Kegeln und der achte MP war perfekt.

„Es war eine deutliche Steigerung zur vergangenen Woche. Das war sehr sehr wichtig, dass wir auch weiterkommen“, freute sich Timo Hoffmann über das sehr gute Ergebnis und die Bahnrekorde von 3904 Kegel im Spiel sechs gegen sechs und von Christian Wilke mit 683 Kegeln.

Nun steht ab heute das Trainingslager in Österreich an. In der Nähe von Wien wird noch weiter an der Kondition gefeilt bzw. werden noch die Feinheiten im Kegeln trainiert.

Zwei weitere Testspiele

Dann werden zwei weitere Testspiele ausgetragen. Am Freitag spielt der SKV gegen eine „Österreich-Auswahl“ und am Samstag gegen Kleinwarasdorf, wo es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Zerbster Ivan Cech geben wird. Marcus Gerdau wird erst nach dem Trainingslager hinzustoßen, da er noch im Urlaub ist.

„Das Trainingslager ist der wichtigste Bestandteil in der Vorbereitung, weil wir da die meiste Zeit haben, etwas miteinander zu tun. Vor allem können wir sehr viel trainieren und das Trainingslager ist auch für das Team wichtig“, sagte der Kapitän.

Gespielt wird im Trainingslager auf einer relativ neuen Bahn. „Sie ist zirka zwei Jahre alt und ähnlich wie unsere neue Bahn dann in Zerbst. Da freuen wir uns schon“, verriet der Banker.

Das Trainingslager hat übrigens Andreas Lepsi organisiert. „Das ist eine super Geschichte. In erster Linie geht es darum, viele Kugeln zu spielen, weil der eine oder andere diese Möglichkeit nicht hatte, auch weil in Zerbst die Bahn noch nicht fertig ist. Wir können am Tag dann zweimal trainieren und das über drei Tage und das ist dann richtig intensiv“, so der 51-Jährige.

So richtige Erholung wird es nicht geben für die Rot-Weißen. Aber vielleicht können sie sich am Ende mit einem Stück Sachertorte belohnen. „Irgendwas wird uns schon einfallen“, schloss auch Timo Hoffmann eine kleine Belohnung nicht aus.

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