Spielberg (dpa) - Teamchef Mattia Binotto von Sebastian Vettels Formel-1-Rennstall Ferrari hat die Erwartungen vor dem Saisonstart gedämpft.

"Wir wissen, dass wir im Moment nicht das schnellste Paket haben", sagte der Italiener in einer Mitteilung der Scuderia. Demnach geht das Werksteam beim ersten Rennen nach der Corona-Zwangspause am Sonntag im österreichischen Spielberg mit einem Wagen an den Start, der weitestgehend noch auf dem technischen Stand von den Testfahrten im Februar in Barcelona ist. "Unser Ziel ist es, dass die Updates beim dritten Rennen am 19. Juli auf dem Hungaroring eingeführt werden", sagte Binotto.

Für die Doppelrennen in den kommenden beiden Wochen in der Steiermark kämen die technischen Verbesserungen aber noch zu früh, betonte Binotto und ergänzte: "Die Wahrheit ist, dass die Ergebnisse der Testfahrten dazu geführt haben, eine entscheidende Veränderung bei der Entwicklung der Aerodynamik vorzunehmen." Demnach habe man sich noch einmal mit dem ganzen Auto beschäftigt und benötige nun mehr Zeit als zunächst gedacht, um die Probleme zu lösen.

Der viermalige Weltmeister Vettel startet in Spielberg in sein letztes Jahr bei Ferrari, ob er seine Karriere fortsetzt, ist noch offen. "Ich bin bereit, alles zu geben, auch wenn es nicht dasselbe sein wird, ohne die Fans, die uns unterstützen", sagte der 32-Jährige aus Heppenheim. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie finden mindestens die ersten acht Saisonrennen der Formel 1 ohne Zuschauer und unter strengen Hygienemaßnahmen statt.

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