Berlin (dpa) - Die Geschichte klingt fast wie ein Märchen. Im von Rassenunruhen erschütterten Jahr 1968, als im April in den USA Martin Luther King ermordet wurde, gab es in Kalifornien ein Konzert, bei dem es nur um die Musik ging und ihre Fähigkeit, Grenzen zu überwinden.

In der vornehmlich weißen Universitätsstadt Palo Alto hatte der 16-jährige Schüler und Jazzfan Danny Scher eine geniale Idee: Er lud den von ihm bewunderten Jazzpianisten Thelonious Monk zu einem Konzert an seiner High School ein. Der als exzentrisch geltende Monk nahm die Einladung an, und spielte mit seiner Tourband am Nachmittag des 27. Oktobers im Auditorium der Schule.

Die Bänder dieses Konzerts galten lange als verschollen, jetzt gibt es "Thelonious Monk - Palo Alto" (Impulse Records/Universal) auf CD, LP und digital. Darauf kann man den genialen Monk auf dem Höhepunkt seiner Kreativität bewundern. Für seinen Sohn T.S. Monk ist diese Aufnahme eine der besten Live-Sessions seines Vaters.

Sowohl die LP als auch CD enthalten ein Booklet mit Erinnerungen von Danny Scher und Linernotes von Robin Kelly, sowie Faksimiles des damaligen Konzertposters und Konzertprogrammes.

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Thelonious Monk