Schönhausen l Aber nicht in gewohntem Umfang. „Schrittweise kehren wir zum Normalbetrieb zurück“, erklärt Werkstattleiterin Claudia Heuser.

Während der Schließzeit der Werkstatt in Schönhausen sowie der Außenstellen seit dem 18. März haben Gruppenleiter und Mitarbeiter der Verwaltung den Betrieb in der Wäscherei, Küche, Montage/Tischlerei sowie im Tierpark aufrecht erhalten und die laufenden Aufträge erledigt. In der Küche wurde für die Wohnheime und Kitas gekocht, in der Wäscherei die Flachwäsche der Altenheime gewaschen.

Rückkehr ist freiwillig

Nach nun fast zwei Monaten hat das Land Sachsen-Anhalt entschieden, dass das Betretungsverbot für Werkstätten für 25 Prozent der Werkstattbeschäftigten aufgehoben wird. Dies soll und muss unter Einhaltung der Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter) und aller weiteren Corona-Arbeitsschutzstandards erfolgen. Ein wichtiges Kriterium dieser Öffnung ist das Freiwilligkeitsprinzip der Wiederaufnahme der Tätigkeit für alle Beschäftigten. „Bei der Auswahl der Mitarbeiter während der ersten Phase der Öffnung haben wir sorgfältig die verschiedensten Kriterien wie Alter, Risikogruppen, soziale Komponenten und andere Dringlichkeiten im Vorfeld geprüft und viele Telefonate geführt“, berichtet Claudia Heuser. „In der Werkstatt wurden viele Arbeitsbereiche so eingerichtet und umgebaut, dass wir den betreuten Mitarbeitern ein höchstmögliches Maß an Sicherheit und Schutz bieten können. Unter den jetzigen strengen Auflagen ist es jedoch aber nur für einen eng begrenzten Personenkreis möglich.“

Voraussichtlich ab Mitte Juni soll in einem zweiten Schritt das Betretungsverbot für bis zu 50 Prozent der Beschäftigten aufgehoben werden. Grundsätzlich wurde mit dem Ministerium verabredet, dass alle weiteren Maßnahmen zur schrittweisen Öffnung abgesprochen werden. Es kann auch kurzfristig zu anderen Entscheidungen kommen, falls die Infektionszahlen wieder steigen.