Nirgends sorgen ein paar Flusskrebse für so viel Aufregung wie in China. Der chinesische Künstler Ai Weiwei wollte diese bei einem Fest servieren lassen – als kritische Anspielung auf das ideologische Konzept "Harmonie" von Staats- und Parteichef Hu Jintao.

Dass sich die chinesische Regierung damit einmal mehr einen Stolperstein in den Weg legt, scheint den Politikern nicht bewusst zu sein. Hätten sie Ai Weiwei in Ruhe feiern lassen, hätte die Welt keine Notiz genommen – so wird das Thema wieder von den Medien aufgegriffen. Aber die Sache hat auch eine positive Seite. Wenn die Volkszähler demnächst an Ai Weiweis Tür klopfen, können sie sicher sein, dass er zu Hause ist. Ob er selbst die Tür öffnen darf, ist allerdings unklar.(Politik)