Opferschutz ist eine wichtige Seite der Justiz. Deshalb ist es nicht hoch genug zu bewerten, dass Sachsen-Anhalts Justizministerin gestern eine Regierungserklärung zu diesem Thema abgegeben hat.

Doch der Teufel steckt im Detail. Die Ressortchefin hat zwar all das aufgelistet, was das Land im Opferschutz auf der Habenseite hat. Allerdings war Geld nur ein Randthema. Doch wie für andere Bereiche auch gilt hier ganz klar: Ohne Moos nix los. Opferschutz kann nur so gut sein, wie finanzielle Mittel dafür zur Verfügung stehen. Und alles nur übers Ehrenamt zu bestreiten, verschleiert zwar einige Zeit die Probleme, doch früher oder später kommt der Einbruch. Beispiel ist der Täteropferausgleich (TOA) im Jugendbereich. Anders als bei Erwachsenen ist dieser seit einigen Jahren für die Landkreise keine Pflichtaufgabe mehr. In Zeiten dauerklammer Kassen fällt der Jugend-TOA somit hinten runter. Und das ist alles andere als überlegt.(Sachsen-Anhalt)