Anders als das Land Brandenburg, will Sachsen-Anhalt auch künftig Polizisten nach Afghanistan schicken, um die einheimischen "Schwarzmützen" auszubilden. Eine gute Entscheidung. Ist doch diese Unterstützung das, was man landläufig unter Hilfe zur Selbsthilfe versteht.

Die Beamten – vom Polizeihochschullehrer über den LKA-Mann bis zum Schutzpolizisten und Revierkriminalisten – tragen dazu bei, dass es für die Menschen am Hindukusch mehr Sicherheit gibt. Sie geben unter schwierigen Bedingungen ihr Wissen und Können weiter. Das ist nicht hoch genug zu bewerten.

Die Frage, ob die Beamten jedoch "unter allen Umständen" in Afghanistan bleiben sollten, ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Ein Polizist aus Sachsen-Anhalt in einem heißen Kriegsgebiet, in dem Gefahren nicht mehr berechenbar, Ausbildungschancen gleich null sind? Das würde keinen Sinn machen.