Fünf Mini-Behörden mit insgesamt 60 Mitarbeitern kümmern sich in den drei mitteldeutschen Bundesländern um den Datenschutz. In Sachsen-Anhalt und Thüringen muss man die Organisationen ohnehin reformieren, da liegt es nahe, dass die drei kleinen Länder ihre Potenziale zusammenlegen, um so Verwaltungskosten zu sparen.

Doch wie so oft, wenn es um die Verschlankung von Landesbehörden geht, tun sich Landespolitiker schwer, bangen um Status und Einfluss. Und betreiben jene Kirchturmpolitik, die sie Kommunalpolitikern gern vorwerfen, wenn sie dem Land wieder einmal eine Gemeinde- oder Kreisreform verordnen. Auf eine Reform der Landesbürokratie, die den Namen verdient, wartet Sachsen-Anhalt bis heute.

Vielleicht macht es die schwarz-rote Landesregierung wenigstens beim Datenschutz besser. Immerhin hätte sie noch vier Monate Zeit.