Hannover (dapd). Streusalz wird in diesem Winter nach Einschätzung von Europas größtem Salzhersteller Esco dreimal so viel nachgefragt wie im vergangenen Winter. "Unsere Standorte laufen an der absoluten Kapazitätsgrenze", sagte Esco-Produktionsleiter Klaus-Peter Breidung in Hannover. Bereits im Sommer habe es in den drei Salzbergwerken in Rheinberg-Borth (Nordrhein-Westfalen), Grasleben (Niedersachsen) und Bernburg (Sachsen-Anhalt) Sonderschichten gegeben, um die Salzlager zu füllen. Deren Kapazität sei um 100 000 Tonnen auf 900 000 Tonnen erhöht worden. 120 zusätzliche Arbeitskräfte seien eingestellt worden.

"Seit Dezember 2009 laufen unsere Werke dreischichtig rund um die Uhr", sagte Breidung. Wegen des hohen Bedarfs an Streusalz erschließe der Mutterkonzern K+S derzeit sogar neue Standorte. Breidung sagte: "Eine solche Intensität wie im vergangenen und erst recht im aktuellen Winter haben wir bisher noch nicht erlebt." Im Vergleich zu deutlich milderen Wintern sei der Bedarf an Streusalz etwa sechsmal so hoch.