Magdeburg. Die Industrie- und Handelskammer Magdeburg hat gestern mit jeweils einem "Forschungspreis 2010" die an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie an den Hochschulen Magdeburg-Stendal und Harz erbrachten wissenschaftlichen Leistungen gewürdigt.

Der mit jeweils 1500 Euro dotierte Forschungspreis der IHK wird seit dem Jahr 2002 ausgeschrieben. Mit dem Preis sollen wissenschaftliche und anwendungsorientierte Arbeiten ausgezeichnet werden, die einen Beitrag zur Entwicklung der gewerblichen Wirtschaft leisten.

Der Preis für die Otto-von-Guericke-Universität geht in diesem Jahr an Janet Feigenspan für die Diplomarbeit "Empirical Comparison of FOSD Approaches Regarding Program Comprehension – A Feasibility Studie". Im Speziellen geht es darum, wie die Verständlichkeit von Quelltexten von Softwareprodukten empirisch untersucht werden kann.

Den Preis für die Hochschule Magdeburg-Stendal erhält Carsten Knochenmuß für seine Masterprojektarbeit: Finite-Elemente-Analyse eines Composite-Motorradhelmes unter statischer Beanspruchung. Im Rahmen der Arbeit wurde an einem Motorradhelm der Schuberth GmbH (Magdeburg) eine sogenannte Finite-Elemente-Berechnung durchgeführt. So gibt es eine Vorschrift, die beschreibt, wie bei Motorradhelmen eine Stoßdämpfungsprüfung durchzuführen ist. Die bei dieser Prüfung auf den Helm wirkende Last wird in einer Finite-Elemente-Berechnung statisch simuliert und die resultierende Beanspruchung des Werkstoffes mit den Ergebnissen eines realen Stoßdämpfungstests verglichen.

Den Preis für die Hochschule Harz bekommt Steven Rinke für seine Bachelorarbeit "Entwicklung von echtzeitoptimierten Ansteueralgorithmen für elektromotorische Ventilaktuatoren". Im Rahmen seiner Bachelorarbeit konnte Rinke einige wichtige Fortschritte bei der Entwicklung der variablen Ventilsteuerung erzielen. So wurde ein neues Konzept zur Generierung von Sollhubkurven entwickelt.