Wahlitz l "Ich kann eigentlich nichts sagen, es war perfekt", sagte ein sichtlich zufriedener Axel Struy, Koordinator des Festtagskomitees am Sonntagnachmittag. "Es lief teilweise besser, als wir uns das vorgestellt hatten", fügte er an. Drei Tage lang feierten die Wahlitzer ein Fest anlässlich des 1000-jährigen Bestehen des Ortes. Am Freitagabend hatte der ökumenische Festgottesdienst um 18 Uhr das Fest eröffnet. Pfarrer Johannes Henke leitete zusammen mit Diakon Klaus Lange aus Burg die Andacht. Anschließend eröffnete in der Kirche eine Ausstellung, die Fotografien von Wahlitz seit 1900 zeigte. Diese war während des gesamten Festwochenendes Ziel hunderter Besucher, die dort verkaufte Festchronik fand guten Absatz. Rund ein Drittel der Auflage war schon am Sonnabendnachmittag verkauft, informierte Jens Klingemann vom Förderverein der Kirche.

Zeitgleich mit dem Gottesdienst spielte die Altherren-Fußballmannschaft gegen den SV "Oldies" aus Magdeburg. Sie verloren knapp mit 3:4, Jörg Auerbach und Nick Struy punkteten für die Wahlitzer vor rund 150 Zuschauern. Den Anstoß hatte Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein übernommen. Abends feierten mehrere hundert Jugendliche mit 89,0-RTL die "Clubs United"-Party friedlich.

Mit viel Liebe zum Detail hatten die Wahlitzer ihren Umzug vorbereitet. 600 Teilnehmer zogen mehr als eine Stunde lang durch den Ort, bestaunt von zahlreichen Einwohnern, die kurzerhand Stühle und Tische vor ihre Häuser stellten und so den Umzug genossen. Der Umzug zeigte verschiedene Epochen der Wahlitzer Vergangenheit. So konnten alte Feuerwehruniformen und -löschtechnik, die Anfänge des Reitvereins, die Wahlitzer Dorfschule und viele weitere Bilder bestaunt werden. Für die Akteure, die auch von Gruppen aus den umliegenden Orten unterstützt wurden, gab es auf dem Festgelände eine Wurst und ein Getränk. Weil viele der Zuseher einfach mitgingen, eröffneten die Stände und Geschäfte dort vorzeitig. "Es herrschte Volksfeststimmung", kommentierte Axel Struy. Zwischen 1000 und 1200 Menschen seien auf dem Reitplatz gewesen, schätzte er.

Rund ebensoviele Besucher strömten am Abend auf das Festgelände. 800 Karten für die Gruppe "Tänzchentee" waren im Vorfeld verkauft worden, "abends verkauften wir den Rest bis auf den letzten Platz", erzählte Struy. Die Band brauchte nur wenige Takte, bis sich die Tanzfläche füllte. Bei ihrem zweiten Block drängten sich hunderte Tanzfreudige vor der Bühne und feierten ausgelassen zu der Gute-Laune-Rockmusik. Bis in die Nacht sei das Fest gegangen, erklärte Struy, ohne dass es irgendwelche Störungen gegeben habe. Die Fienerländer Blasmusikanten aus Tucheim spielten am Sonntagmorgen zum Frühschoppen und brachten die Gäste zum Schunkeln. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit zum Heiloktperrundflug über Wahlitz, Kinder tobten auf den beiden Hüpfburgen, bastelten sich auf dem Mittelaltermarkt mystische Amulette oder fuhren mit den Elektroautos der Straßenverkehrswacht. "Wir hatten Glück mit dem Wetter", sagte Axel Struy. "Nur so konnte das Fest perfekt werden."

   

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